Stimmen zur Finalrunde: „Setup wie in Majors“

Marcus Armitage | 72, 71, 65 (-8) | Sieger
„Ich kann es noch nicht ganz glauben. Das ist ein neues Gefühl, denke ich. In der Einspielrunde habe ich so viele Bälle verloren wie noch nie zuvor. Jetzt hier als Sieger der Porsche European Open zu stehen, ist ziemlich cool. Ich bin ein emotionaler Typ und habe Probleme mich unter Kontrolle zu halten. Ich habe nur versucht zu atmen und ruhig zu bleiben. Mein Handy habe ich gar nicht angefasst, weil das würde durchdrehen. Aber dann denkt man an alle, die zuhause sitzen, so wie meine Verlobte. Vor 20 Jahren habe ich meine Mutter verloren und seitdem habe ich genau hiervon geträumt – endlich ein Turnier zu gewinnen. Und es gab Tage, da denkt man, man schafft es nicht mehr. Aber ich bin drangeblieben. Heute ist ein großartiger Tag und ich bin mir sicher, dass sie stolz auf mich wäre, genauso wie alle in meinem Team es sind – dies ist für mich.“

Paul Casey | 75, 69, 68 (-4) | T6
„Ich dachte schon, dass ich vorne mitspielen könnte. Ich konnte die Fehler diese Woche abstellen, das ist elementar auf diesem Kurs. Es ist ein wirklich fairer Golfkurs, der aber sehr hart ist. Das ist ein Setup wie in Majors. Jeder Schlag kann große Konsequenzen haben. Es ist ein tolles Finish hier. Das ist das, was wir wollen. Die Porsche European Open sind definitiv eines der Turniere, dass die Jungs gerne spielen. Es war toll, dass dieses Turnier stattgefunden hat.“

Marcel Schneider | 70, 73, 70 (-3) | T7
„Mit der zwei unter Par heute bin ich natürlich absolut zufrieden. Hinten raus auf den schweren Löchern habe ich dann doch ganz gut gespielt und es sind auch die nötigen Putts gefallen. Insgesamt muss ich sagen, dass mein langes Spiel hier sehr gut war und ich auch wichtige Putts gelocht habe. Das ist ja immer sehr, sehr entscheidend. Es entwickelt sich alles – auch für die Zukunft – in die richtige Richtung und ich bin optimistisch.“

Sebastian Heisele | 75, 70, 72 (+1) | T29
Ich habe leider den Start ein bisschen verschlafen, mich aber dann noch gut gerettet und mir gute Chancen erarbeitet. Leider war der Putter nicht ganz so heiß wie gestern – und so wurde es dann doch irgendwie eine recht langweilige 72. Es war heute eigentlich mehr drin: kein Wind und das Wetter war auch auf unserer Seite. Und da wünscht man sich natürlich mehr. Aber ich versuche das Positive aus der Woche mitzunehmen und mal schauen, was in drei Wochen im München geht.

Bernd Wiesberger | 73, 73, 70 (+2) | T40
„Im Vergleich zwischen letzter und dieser Woche gibt es schon eine ziemliche Diskrepanz – wie man sie im Golf wohl kaum stärker fühlen kann. Letzte Woche fühlte ich mich extrem wohl. Und diese Woche tat ich mich extrem schwer, Birdies zu machen und die Putts zu lochen. Es war ein komplett anderes Feeling auf dem Golfplatz.“

Maximilian Kieffer | 74, 73, 72 (+3) | T45
„Ich habe die ersten Neun sehr gut und eigentlich auch die ersten beiden Runden gut gespielt. Nur leider habe ich nicht so gut gescored. Die zweiten Neun habe ich dann gar nicht mehr so gut gespielt aber ein paar lange Putts gelocht. Das macht dann natürlich einen Unterschied für den Score. [Doppel-Bogey auf der 17] Ich war viel zu aggressiv. Das war ein bisschen dämlich. Aber gut, es hat Spaß gemacht. Dass mir der Platz nicht so liegt, nehme ich zurück. Auch wie das Setup jetzt war, gestern und heute. Da liegt er mir eigentlich schon, wenn ein paar Abschläge weiter vorne sind. Und mit dem Westwind spielt er sich um einiges angenehmer als er sich beim Pro-Am oder in der Einspielrunde gespielt hat. Es ist halt schade, weil es wirklich eng ist. Vier Schläge weniger und man ist schon fast Top Ten. Die ersten beiden Tage habe ich schon ein paar dumme Fehler gemacht. Das ist natürlich etwas ärgerlich. So liefen einige Wochen in diesem Jahr, aber da gilt es, das Positive mitzunehmen. Ich spiele jetzt Schweden diese Woche und dann habe ich eine Woche frei vor München.“