Stars der Porsche European Open im Quickfire-Interview

Golfer teilen die Liebe für ihren Sport, die Top-Stars, die in diesem Jahr bei den Porsche European Open am Start waren, eint noch mehr: die Leidenschaft für Sportwagen. Porsche Markenbotschafter und Titelverteidiger Paul Casey ist bereits als positiv motorsportverrückter Golfer bekannt, doch auch seine berühmten Kollegen Martin Kaymer, Abraham Ancer und Henrik Stenson haben großen Spaß an Beschleunigung und Geschwindigkeit.

 

Und so stellte sich das Quartett gerne den Quickfire-Fragen zu ihrer Sportwagen-Leidenschaft sowie dem Austragungsort der Porsche European Open, dem berüchtigten Porsche Nord Course. Dabei ging es nun auch mit Worten um den richtigen Speed. Die Antworten kamen schnell ­– und lieferten besondere Einblicke über erste Begegnungen mit einem Porsche, versteckte Talente und bislang unausgesprochene Berufswünsche.

Casey erinnerte sich lachend an seine erste Fahrt auf dem Rücksitz eines roten Porsche 944, Ancer an wilde Kunststücke und Kaymer an ein Rennen mit gebrochenem Fuß – das mit einem Sieg endete. Das Trio kann sich zudem durchaus vorstellen, im Motorsport aktiv geworden zu sein, wenn nicht das Golf-Talent größer gewesen wäre. Ohne seinen Sport sähe sich Casey heute als „sehr schlechten Rennfahrer“ und Kaymer ließ durchblicken, dass er auch als Racing Instructor Spaß gehabt hätte: „Ich glaube, ich habe ein gutes Gefühl für Autos.“

Die Freude an Sportwagen verbindet die vier Weltklassegolfer ebenso wie die Begeisterung für die enorme Beschleunigung des Porsche Taycan Turbo S – und die Bewunderung für den Porsche Nord Course, einer der herausforderndsten, aber auch spannendsten Golfkurse auf der Tour.

Dabei gefällt Casey und Kaymer besonders die in diesem Jahr neue 14. Bahn. Für Abraham Ancer ist die 17 auf dem Porsche Nord Course deswegen ein Lieblingsloch, weil er dort „ein Auto gewinnen kann“. Der Mexikaner verpasste in der Turnierwoche allerdings den Hole-in-One-Preis, einen Taycan Turbo S Cross Turismo. An seiner Leidenschaft hat das natürlich nichts geändert. Und das gilt auch für seine drei namhaften Golf-Kollegen.

Große Spitzengruppe verspricht Spannung

Ein Bogey auf 36 Löchern: Der Australier Maverick Antcliff vermeidet auf dem sehr herausfordernden Porsche Nord Course bislang in sensationeller Weise Fehlschläge und sichert sich so vor der Finalrunde der Porsche European Open den Spitzenplatz bei insgesamt fünf unter Par an der Seite des Engländers Matthew Southgate. Hinter dem Duo lauern gleich 29 Spieler innerhalb von fünf Schlägen, darunter Titelverteidiger Paul Casey und der Italiener Edoardo Molinari, der mit 65 Schlägen die beste Runde des Tages spielte und sich um 60 Plätze auf den geteilten dritten Rang verbesserte. Das Rennen um den prestigeträchtigen Titel ist so offen wie selten.

Antcliff, der sich seine Tourkarte für die European Tour im vergangenen Jahr durch dominante Erfolge auf der China Golf Tour sicherte, schloss seine Runde mit drei Birdies ab. Dabei verpasste der 28-Jährige an der 17 das Hole-in-One und somit den Porsche Taycan Turbo S Cross Turismo nur um wenige Zentimeter. „Ich kann gar nicht wirklich sagen, warum mir dieser Golfplatz bislang so gut liegt. Ich versuche einfach, Fairways und Grüns zu treffen. Ich will geduldig bleiben. Es gibt viele tolle Löcher da draußen und man muss sich einfach in Position bringen und dann versuchen, die Chancen zu nutzen.“

Southgate: „Einer der besten Spieler mit dem Driver weltweit“

Co-Spitzenreiter Southgates starkes Wochenende bei den Porsche European Open kommt eher überraschend, nachdem er bislang auf ein eher durchwachsenes Jahr zurückblickt. Die beste Platzierung des 32-Jährigen ist Rang 20 bei der Canary Islands Championship Anfang Mai. Doch in Hamburg findet er zu seinem Spiel. „Es ist meine Stärke, mich auf meinen Plan zu konzentrieren“, sagte Southgate nach der Runde. „Ich habe schon länger das Gefühl, dass ich einer der besten Spieler mit dem Driver weltweit bin, das gibt mir ein gutes Gefühl. Das hat jetzt gut funktioniert. Wenn die Bedingungen mit hohem Rough und engen Fairways so sind wie in dieser Woche ist es ein wirklich guter Test unserer Golf-Fähigkeiten, das mag ich.“

Für einige Top-Stars des Turniers ist hingegen bereits nach zwei Runden Schluss: Martin Kaymers erster Auftritt auf dem Porsche Nord Course endet drei Schläge unterhalb der Cut-Linie bei sechs über Par. Dennoch nimmt der deutsche Major-Sieger auch Positives aus den 36 herausfordernden Löchern auf dem anspruchsvollen Par-72-Kurs mit. „Es ist wirklich einer der schwersten Plätze, den ich auf der European Tour gespielt habe und definitiv der schwerste Platz in Deutschland. Von daher war es für die US Open, die in zwei Wochen anstehen, sehr gut, dass ich hier mitgespielt habe“, so der deutsche Major-Sieger. Kaymers prominente Flightpartner Henrik Stenson (+10, Schweden) und Abraham Ancer (+8, Mexiko) schafften es ebenfalls nicht ins Wochenende.

Stenson: „Ich hoffe, ich komme wieder“

„Es ist eine enttäuschende Woche auf dem Golfplatz, aber ich habe mich abseits des Platzes gut amüsiert“, sagte Stenson. „Alle sind freundlich und es herrscht eine nette Atmosphäre. Ich hoffe also, dass ich irgendwann in der Zukunft wiederkommen werde.” Ähnlich äußerte sich Ancer, der sich wie alle Profis über die Rückkehr der Zuschauer freute: „Es ist so schade, denn ich war wirklich motiviert für dieses Event und ich denke, alle haben einen tollen Job gemacht.“

Einige Deutsche können hingegen mit der Finalrunde planen. Marcel Schneider geht als bester Deutscher (-1, T11) auf die letzten 18 Löcher, ebenso Sebastian Heisele (+1, T32), Maximilian Kieffer und Bernd Ritthammer (+3, T55). „Es ist natürlich ein bisschen blöd jetzt mit nur noch einer Runde. Da kann ich mich nicht mehr so gut nach vorne arbeiten. Gerade jetzt, da ich meinen Rhythmus gefunden habe. Aber man sieht ja, es ist eng beisammen“, sagte Kieffer nachdem er sich mit einem wichtigen Birdie an der 18 noch über die Cut-Linie geschoben hatte.

Titelverteidiger Paul Casey verbesserte sich mit einer starken 69er Runde und hat nun als geteilter 19. bei Even Par wieder Kontakt zur Spitzengruppe. „Ich habe viele sehr gute Bälle geschlagen, aber es ist einfach ein sehr schwieriger Golfplatz. Ich versuche, mich nicht frustrieren zu lassen. Wir spielen alle den gleichen Kurs. Das ist Golf.“

Stimmen Sonntag: “Toll, vor Publikum zu spielen”

Maverick Antcliffe | 71, 68 (-5)

„Ich kann gar nicht wirklich sagen, warum mir dieser Golfplatz bislang so gut liegt. Ich versuche einfach, Fairways und Grüns zu treffen. Ich versuche einfach, so weiterzumachen. Ich will geduldig bleiben. Es gibt viele tolle Löcher da draußen und man muss sich einfach in Position bringen und dann versuchen, die Chancen zu nutzen. Ich bin ein großer Porsche-Fan, es war knapp an der 17, fast hätte es gereicht für das Auto. Aber ich werde es noch einmal versuchen morgen.“

Matthew Southgate | 70, 69 (-5)

„Es ist meine Stärke, mich auf meinen Plan zu konzentrieren. Ich habe schon länger das Gefühl, dass ich zu den besten Spielern mit dem Driver weltweit bin, das gibt mir ein gutes Gefühl. Das hat jetzt gut funktioniert. Wenn die Bedingungen mit hohem Rough und engen Fairways so sind wie in dieser Woche ist es ein wirklich guter Test unserer Golf-Fähigkeiten, das mag ich. Für mich ist morgen, smart zu bleiben und schauen, dass alle Spaß haben beim Zuschauen. Wir stecken alle sehr viel Liebe in diesen Sport und ich hoffe, dass ich morgen keine Fehler mache, weil ich nicht fokussiert bin.

Eduardo Molinari | 75, 65 (-4)

„Alles war sehr gut, muss ich sagen. Mein Putten war anständig, nicht spektakulär, aber anständig. Alles in allem ein sehr guter Tag. Ich denke, es ist einer der besten Plätze, die wir das ganze Jahr über spielen. Es zeigt einfach, dass man den Ball gut treffen muss und dass jeder Teil des Spiels auf den Punkt sein muss. Wir sollten mehr Kurse wie diesen spielen. Ich habe nicht auf das Leaderboard geschaut, um ehrlich zu sein, ich habe nur versucht, eine gute Runde zu spielen, und das werde ich auch morgen versuchen.“

Marcel Schneider | 70, 74 (-1)

„Ich würde sagen, es war ein ordentlicher Tag. Unterm Strich hätte es aber etwas besser sein können. Ich habe die Eisen nicht so sicher geschlagen wie gestern – es waren aber auch deutlich längere Eisen ins Grün heute. Und da war es schwer, an die Fahnen ranzukommen. Ich habe aber versucht, geduldig zu bleiben und das auch geschafft. Und für morgen ist ja noch alles drin. Hier kann man schon auch drei, vier unter Par spielen. Aber da muss es schon glatt laufen. Schauen wir mal. Vor Publikum zu spielen ist toll und macht viel mehr Spaß. Ich hoffe, das ist erst der Anfang und es folgen noch einige Turnier mit Zuschauern.

Martin Kaymer | 73, 77 (+6)

„Ich habe wirklich versucht, meinen Score zusammenzuhalten und mir Chancen zu erarbeiten. Doch das Setup des Platzes war heute auch sehr schwer von den Fahnenpositionen her. Und viele Abschläge waren auch weit hinten. Ich habe heute einige Nackenschläge bekommen und an Bahn 9 gab’s dann den Knockout.  Unsere ganze Gruppe (Stenson, Ancer, d. Red.) hat relativ wenig Birdies gemacht, wir haben viele Lip-Outs gehabt und haben uns schwergetan, die Putt-Linien richtig zu lesen. Keiner von uns kam wirklich in den Flow rein. Ich war ja der Einzige, der zumindest gestern auf den ersten 13 Löchern solide gespielt hat. Diese Woche war schon eine gute Vorbereitung auf die US Open. Es ist wirklich einer der schwersten Plätze, den ich auf der European Tour gespielt habe und definitiv der schwerste Platz in Deutschland. Von daher war es für das Turnier, das in zwei Wochen ansteht, sehr gut, dass ich hier mitgespielt habe.“

Paul Casey | 75, 69 (Par)

„Ich habe viele sehr gute Bälle geschlagen, aber es ist einfach ein sehr schwieriger Golfplatz. Ich versuche, mich nicht frustrieren zu lassen. Wir spielen alle den gleichen Kurs. Das ist Golf. Es ist ein toller Golfplatz, diese Woche ist fantastisch. Ich habe heute sehr gut gespielt und vielleicht fallen morgen die Putts rein, die heute ausgelippt sind und dann kann ich den Blinker links setzen und aufholen.“

Henrik Stenson | 77, 77 (+10)

“Spielerisch ist es eine enttäuschende Woche für mich. Ich kämpfe mit meinem langen Spiel und dieser Platz hier ist ein langer Golfplatz mit schwierigem Rough. Man muss die Fairways und die Grüns treffen. Und immer, wenn es mir gelungen ist, ein Fairway zu treffen, habe ich das Grün beim zweiten Schlag verfehlt, und wenn ich das Fairway beim Abschlag verfehlt habe, ist die Chance auf Par natürlich gering, wenn man keine guten Eisenschläge hat. So ging es die ganze Woche hin und her und ich habe einfach nicht annähernd so gespielt, wie ich spielen muss, um den Cut zu schaffen. Eine enttäuschende Woche und sogar eine enttäuschende Gruppe. Das ist für niemanden von uns ein schönes Gefühl. Aber man muss sich davon erholen und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.”

“Es ist schön, die Fans wieder da draußen zu sehen und ich bin mir sicher, dass sie es genossen haben, wieder etwas Live-Golf zu sehen. Es ist also eine enttäuschende Woche auf dem Golfplatz, aber ich habe mich abseits des Platzes gut amüsiert. Wir befinden uns immer noch in einer Art Blase, aber alle sind freundlich und es herrscht eine nette Atmosphäre. Ich hoffe also, dass ich irgendwann in der Zukunft wiederkommen werde.”

Abraham Ancer | 76, 76 | (+8)

“Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe mich schon eine ganze Weile auf dieses Event gefreut und ich wusste, dass der Golfplatz schwierig sein würde. Ich hatte bei so ziemlich allem ein bisschen zu kämpfen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich so schlecht spiele, aber ich habe einfach keine Birdie-Chancen bekommen – und selbst wenn ich sie hatte, habe ich nichts gelocht. Es ist so schade, denn ich war wirklich motiviert für dieses Event und ich denke, alle haben einen tollen Job gemacht. Wir haben einfach nicht sehr gut gespielt – auch als ganze Gruppe. Die Veranstalter haben einen tollen Job gemacht – gerade mit den ganzen COVID-Regeln. Ich meine, wir haben ein paar Fans hier draußen. Ich bin sicher, sie hatten eine tolle Zeit. Ich bin sicher, dass sie schon eine ganze Weile keinen Live-Sport mehr gesehen haben. Es war also schön, dass sie hier waren, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir ihnen eine bessere Show geboten hätten.

Sebastian Heisele | 75, 70 (+1)

„Ich bin definitiv zufrieden! Gerade nach gestern und dem Kampf mit 4 über nach 9. Es war ein schwieriger Start ins Turnier. Aber ich habe mich heute ganz gut gerettet. Und ich schaue natürlich, was ich morgen noch retten kann. Aber mein Spiel war heute auch wirklich besser als gestern. Ich habe viel mehr Fairways getroffen und da wird es natürlich einfacher als aus dem dicken Rough. Somit habe ich auch viel mehr Grüns getroffen und konnte die Bogeys von der Karte halten. Es ist wirklich schön, hier zu einer gewissen Normalität zurückzukehren. Das waren jetzt schwierige 14/15 Monate für uns.  Umso schöner ist, die European Tour wieder so spielen zu können, wie wir sie eigentlich kennen – mit Publikum. Und es pusht natürlich einen auch immer, wenn man vor heimischem Publikum spielt.“

Matthias Schwab | 71, 72 (-1)

„Ich durchweg zufrieden. Auf den ersten Neun war mein Spiel sehr solide und ich habe ein paar wirklich gute Schläge gemacht. Am Ende habe ich’s dann versiebt, das muss man ehrlich sagen. Auf den zwei Par 5 an der 15 und an der 16. Da hat der Kurs seine Zähne gezeigt: wenn man nur ein bisschen off Line ist und man liegt im dicken Rough, geht es sofort rückwärts. Es ist etwas schwierig, in der einen Finalrunde morgen mit der Brechstange heranzugehen. Das ist auf dem Platz hier sicher kontraproduktiv. Ein Fehler und man ist ganz schnell weg vom Fenster. Die Strategie für morgen wird also ähnlich sein, wie heute – und wer weiß, vielleicht ist es ja mein Tag morgen.“

Maximilian Kieffer | 74, 73 (+3)

„Ich habe wirklich sehr gut gespielt heute, kaum ein Fairway verfehlt und auch kein Grün. Ich habe leider nicht so gut gescored und wenige Putts gelocht. Aber das Birdie am letzten Loch war natürlich wichtig, um den Cut zu machen. Es ist natürlich ein bisschen blöd jetzt mit nur noch einer Runde. Da kann ich mich nicht mehr so gut nach vorne arbeiten. Gerade jetzt, da ich meinen Rhythmus gefunden habe. Aber man sieht ja, es ist eng beisammen. Ich bin nur drei Schläge von den Top 20 entfernt. Und Top 20 wäre schon ein solides Ergebnis. Man muss hier einfach solide Schläge machen und kann auch nicht zu aggressiv sein auf diesem Platz. Man muss schon auch ein bisschen taktisch spielen.“

Marcel Siem | 74, 74 (+4) – Cut

Es war ein bisschen rough heute morgen und ich habe gleich mit Doppel-Bogey, Bogey begonnen. Ich habe mich aber dann ganz gut gefangen und bin eigentlich auch ganz zufrieden. Als Golfprofi mit +4 zu sagen, dass man gut gespielt hat, hört sich natürlich blöd an. Aber auf der Wiese hier ist das nicht schlecht! Der Platz gibt Dir nicht viele Birdies. Man muss blöde Fehler unterlassen.

Marc Hammer | 74, 74 (+4) – Cut

Ich habe wirklich gut gespielt und lag eins unter für die Runde nach der 14.  Ich konnte sehr viele Grüns treffen und eine Menge Putts machen. Aber am Ende war es dann doch relativ bitter mit den drei Bogeys auf den letzten vier Löchern. Ein doofer Abschlag rechts weg und dann den falschen Schläger genommen. Aber ich nehme die beiden 74er Runden gerne mit. Der Platz ist wirklich megaschwer – und hier zweimal zwei über zu spielen, da kann man schon echt happy sein.

Detry stürmt vom heimischen Garten an die Spitze

Eine 39 auf seinen ersten Löchern, den Bahnen 10 – 18, eine sehr starke 29 auf den zweiten neun Löchern – der Belgier Thomas Detry zeigte am ersten Tag der Porsche European Open 2021 einen beeindruckenden Sprint nach ruhigen Tagen in der Heimat. Der 28-Jährige war erst am Freitag mit dem Auto nach Hamburg angereist und hatte am Nachmittag ein paar Löcher auf dem herausfordenden Porsche Nord Course gespielt. Diese Vorbereitung tat Detrys Spiel gut: Mit sieben Birdies auf neun Löchern, wobei lediglich ein Doppel-Bogey an der 5 der Konkurrenz erlaubte, Schritt zu halten, setzte er sich in Runde eins an die Spitze des hochklassig besetzten Spielerfeldes.

Detry liegt nach der ersten von drei Runden einen Schlag vor dem Schweden Alexander Björk, Ashun Wu (China) und David Law aus Schottland. Alle vier waren bereits am Vormittag auf die Runde gegangen. Am Nachmittag hatte eine kurze Wetterunterbrechung die Spieler vom Kurs gezwungen, gleichzeitig hatte der Wind aufgefrischt. Lediglich der Engländer Ashley Chesters konnte sich so am Abend neben dem Trio auf Platz zwei bei drei unter Par positionieren.

Nicht an Golf gedacht – gutgetan

Detry, seit März nicht mehr in den Top Ten auf der European Tour zu finden, machte die Unterschiede seiner beiden Hälften hauptsächlich beim Spiel auf den Grüns fest. „Mein Spiel selbst war gar nicht so unterschiedlich. Die erste Hälfte war schon solide, es fielen nur keine Putts. Ich bin wirklich sehr zufrieden, das war sehr gutes Golf“, so Detry, der die vergangenen Tage nach intensiven Wochen bei der PGA Championship und beim Made in Himmerland Turnier der European Tour in Dänemark zuhause in Belgien verbracht hatte. Dort kümmerte er sich um seinen Garten und ließ das Golf-Bag in der Ecke liegen. „Ich habe mal nicht an Golf gedacht, das hat gutgetan.“ Der Beweis ist das Leaderboard der Porsche European Open nach der ersten Runde – mit seinem Namen ganz oben.

Für die Top-Favoriten lief der Auftakt in das prestigeträchtige Turnier der European Tour weniger erfreulich. Titelverteidiger Paul Casey kam mit einer 75 (+3) vom Kurs, das schlechteste Ergebnis auf dem Porsche Nord Course für den Engländer. „Das war ein harter Tag auf dem Golfkurs“, so Casey. „Ich glaube, der Platz ist sogar noch schwieriger als bei der PGA Championship in Kiawah Island vor zwei Wochen. Aber die Spitze ist nicht so weit weg. Vielleicht ist noch etwas möglich, wenn ich morgen schnell Birdies mache und das Leaderboard hochsprinte.“

Martin Kaymer hadert mit Unterbrechung

Darauf hofft auch Martin Kaymer, der nach gutem Start mit elf Par und zwei Birdies Kontakt zur Spitze hatte, dann aber mit Bogeys auf den Löchern 14, 15 und 16 am Ende mit einer 73er Runde aus den Top 30 herausfiel. „Ich war wirklich gut im Flow, hab sehr gut gespielt und fast keinen Fehlschlag gemacht. Aber die Gewitterunterbrechung hat mich echt rausgehauen, um ehrlich zu sein. Ich bin dann wieder schwierig reingekommen. Aber ich habe die ersten 13 Löcher solide Golf gespielt. Und wenn ich so die nächsten zwei Tage weitermache, kann ich sehr zufrieden sein.“ Abraham Ancer und Henrik Stenson liegen nach 18 Löchern abgeschlagen bei vier, beziehungsweise fünf über Par.

Der beste deutsche Starter nach Tag eins ist Marcel Schneider, der am Vormittag eine starke 70er Runde spielte und sich damit nur zwei Schläge hinter der Spitze auf dem geteilten sechsten Rang einsortierte. „Ich bin absolut zufrieden mit der Runde. Ich glaube, richtig tief geschossen wird nicht auf dem Platz – und das kann man auch nicht, weil die Bedingungen einfach viel zu schwer sind. Von daher bin ich gut dabei.“

Bernd Ritthammer, 2019 bereits starker Zweiter in Hamburg, liegt bei eins unter Par erneut aussichtsreich. Max Kieffer verbaute sich eine sehr gute Ausgangsposition mit einem Triple-Bogey an der 17, als er seinen Ball vor dem Grün aus dem Wasser schlagen wollte, dieser sich vorher aber bewegte und Kieffer in der Folge einen Strafschlag kassierte. Sein Ergebnis in Runde eins: 74 (+2). Auf dieses Ergebnis kommen auch Marcel Siem und Florian Fritsch, der nach seinem Karriere-Ende als Playing Pro eine spontane Rückkehr auf die Tour feiert.

Alle Resultate finden Sie hier: http://bit.ly/PEO2021_Live

Die Startzeiten für Runde zwei finden Sie hier: http://bit.ly/Startzeiten_PEO2021

Stimmen Samstag: “Fast ein bisschen Major-Feeling”

Thomas, Detry | 68 Schläge (-4)

„Die erste Hälfte war schon solide, es fielen nur keine Putts. Auf der zweiten Hälfte lief es dann mit zwei schnellen Birdies und auch das unnötige Doppel-Bogey an einem der leichteren Löcher hat daran nichts geändert. Es ist ein wirklich harter Golfkurs, manche sprechen ja auch von einem US Open Setup. Es ist ähnlich wie bei der PGA Championship vor zwei Wochen: Du musst das Fairway treffen, sonst wirst du bestraft. Das ist Golf, das mir etwas entgegenkommt. Ich bin wirklich sehr zufrieden, das war sehr gutes Golf. Vor dem Turnier war ich zuhause und habe mal nicht an Golf gedacht, habe in meinem Garten gearbeitet – das hat wirklich gutgetan.“

Alexander Björk | 69 Schläge (-3)

„Ich spiele sehr gut in diesen Monaten, in der vergangenen Woche dann Zweiter in Dänemark. Aber die ersten Löcher hier waren eigentlich sehr schlecht. Dann fielen einige wichtige Putts und ab da war es dann sehr gut und ich konnte die Runde zum Guten wenden. Es hat sich noch länger gespielt als gedacht. Ich bin kein Longhitter, ich versuche Fairways zu treffen und dann mit langen Eisen das Grün anzugreifen.

David Law (SCO) | 69 Schläge (-3)

Das ist wahrscheinlich der schwierigste Platz, den wir das ganze Jahr über spielen. Mit drei unter Par zu starten, damit bin ich wirklich zufrieden. Ich war heute Morgen nicht besonders frisch, ich bin gestern Abend aus Dänemark angereist, also bin ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Ich habe eigentlich die letzten vier Löcher nicht gespielt. Ich habe gestern 14 Löcher gespielt und hatte genug, ich war ein bisschen müde. Ich habe die letzten vier Löcher blind gespielt. Dass ich sie in zwei unter gespielt habe, freut mich sehr.

Im Großen und Ganzen war ich in der letzten Zeit ziemlich gut vom Abschlag bis zum Grün und habe nur keinen einzigen Putt gelocht. Heute habe ich tatsächlich einige gelocht, also war es schön zu sehen, dass der Ball reingeht. Diese Woche ist es eher ein Sprint, man muss schnell loslegen und durchhalten. Auf diesem Platz darf man nicht aggressiv werden, man muss sich an seinen Spielplan halten, aber gleichzeitig ist man sich der Tatsache halbwegs bewusst, dass es diese Woche nur 54 Löcher sind, also muss man Birdies machen, wenn man kann.

 

Marcel Schneider | 70 Schläge (-2)

„Ich bin absolut zufrieden mit der Runde. Ich glaube, richtig tief geschossen wird nicht auf dem Platz – und das kann man auch nicht, weil die Bedingungen einfach viel zu schwer sind. Ich denke nicht, dass jemand sechs, sieben unter Par spielt. Von daher bin ich gut dabei. Ich habe sehr solide gespielt, relativ wenige Fehler gemacht, bin auf der guten und sicheren Seite geblieben und habe ordentlich geputtet. Die Grüns scheinen mir zu liegen. Ich freue mich schon auf die nächsten zwei Tage.“

 

Bernd Ritthammer | 71 Schläge (-1)

„Ich war ja nach dem Start nach vier Loch schon drei über. Aber ich habe es geschafft, relaxed zu bleiben. Weil ich einfach weiß, dass es vor allem von Loch 10 bis 13 extrem tough ist. Ich habe dann eben weiter mein Ding gemacht, relativ solide gespielt und ein paar Putts gemacht. Vor allem das Putten hat sich sehr erfreulich angefühlt heute. Es unglaublich, wieder vor Publikum spielen zu dürfen und es macht riesen Spaß. Auch wenn die Bude jetzt nicht voll ist, es ist einfach so viel mehr Atmosphäre und reicht, um es so viel schöner für uns zu machen.“

Matthias Schwab | 70 Schläge (-1)

„Ein paar Löcher wurden noch einmal verlängert und das Rough ist ziemlich hoch – dementsprechend schwer spielt sich der Platz. Man sieht ja auch an den Scores, dass jede Runde unter Par wirklich ein sehr, sehr gutes Ergebnis ist. Es ein bisschen angenehmer, dass es nur über drei Runden geht – weil dadurch die Woche nicht anstrengend ist. Vier Runden Turniergolf sind für den Kopf schon sehr, sehr mühsam. Jetzt sparen wir uns eine Runde. Ich sehe das positiv.“

Martin Kaymer | 73 Schläge (+1)

„Ich war wirklich gut im Flow, hab sehr gut gespielt und fast keinen Fehlschlag gemacht. Aber die Gewitterunterbrechung hat mich echt rausgehauen, um ehrlich zu sein. Ich bin dann echt wieder schwierig reingekommen. Aber ich habe die ersten 13 Löcher solide Golf gespielt. Und wenn ich so die nächsten zwei Tage so weitermache, kann ich sehr zufrieden sein. Die Pause war wirklich bitter in dem Moment, weil es ja auch keinen Grund wirklich gab – im Nachhinein. Und dann aus dem Flow zukommen, war einfach schade. Aber ich versuch mich auf das Positive zu konzentrieren. Ich bin nicht raus dem Turnier raus. Das ist immer wichtig. Wenn ich jetzt noch zwei gute Runden spiele, bin ich vorne mit dabei. Ich spiel ja generell sehr gern in Deutschland. Und dann hast du auch noch ein paar Zuschauer und Fans, Familie war dabei, Freunde waren dabei – das ist immer schön. Auch wenn du dann für gute Schläge so einen kleinen Applaus bekommst.

 

Maximilian Kieffer | 74 Schläge (+2)

„Eigentlich liegt mir der Platz nicht so wirklich, weil er sich sehr, sehr lang spielt. Man hat viele lange Eisen in die Grüns und man hat es schwer zur Fahne zu kommen – und dann ist man auch vom Bounce abhängig. Aber ich habe schon sehr gut gespielt heute. Das würde ich schon so sagen. Bis zum Ende auf der acht. Da war ich im Wasser. Ich wollte den Ball noch spielen, weil er ganz okay lag. Dann hat sich der Ball bewegt. Das habe ich dem Referee gemeldet – und er war der Meinung, dass ich der Grund war, dass sich der Ball bewegt habe. Somit habe ich einen Strafschlag bekommen.“

Florian Fritsch | 74 Schläge (+2)

„War schon knackig. Das ist ja hier nicht so ein Platz, auf dem man sich reinfühlen kann, das ist eine echt stramme Wiese. Aber +2 ist wirklich in Ordnung. Ich bin ja hierhergekommen, mit der Erwartung, eine gute Zeit zu haben. Ich genieße es einfach, hier zu spielen. Es war wie ein Klassentreffen hier und das habe ich genossen. Natürlich will ich auch hier spielerisch mein Bestes geben – aber mir ist klar, dass ich schon lange draußen bin und auch nicht das Training hatte, um auf diesem Niveau hier bestehen zu können.

Marcel Siem | 74 Schläge (+2)

„Ich bin eigentlich richtig gut gestartet. Aber dann habe ich das On-Course-Interview gegeben auf der 10 – und dann drei Bogeys in Folge gespielt. Ich glaube, da reicht einfach meine Konzentration noch nicht, um mich da voll wieder zurückzuholen. Im Großen und Ganzen bin ich aber schon zufrieden. Mit sechs Schlägen hinter dem Ersten und einem Schlag hinter den Top 30 muss ich erstmal kleine Brötchen backen. Aber es war schon echt super und auch aufregend, wieder mit den Fans hier. Der Platz ist auch in einem hervorragenden Zustand, alle Spieler sind happy und es ist ein richtig guter Test – fast ein bisschen Major-Feeling. Es hat auf jeden Fall tierisch viel Spaß gemacht.“

Paul Casey | 75 Schläge (+3)

„Harter Tag auf dem Golfkurs. Ich meine, der Porsche Nord Course ist so lang, das Rough ist dicht. Ich glaube, der Golfkurs ist sogar noch schwieriger als bei der PGA Championship in Kiawah Island vor zwei Wochen. Wir waren in unserer Gruppe alle über Par. Von den fünf Par 5 kannst du eigentlich keines in zwei Schlägen erreichen, das macht es sehr, sehr schwer. Ich bin jetzt wohl ein wenig abgeschlagen. Aber die Führenden sind nicht so weit weg. Vielleicht ist noch etwas möglich, wenn ich schnell Birdies mache und das Leaderboard hochsprinte.“

 

Nicolai von Dellingshausen | 78 Schläge (+6)

„Ich kann das gar nicht fassen. Aber ich kann auch noch nicht mal böse sein gerade! Denn ich habe viele gute Schläge gemacht, mir viele Chancen erarbeitet – aber der Platz ist halt brutal, dass wirklich auch die kleinsten Fehler bestraft werden. Es ist irgendwie surreal gerade. Jetzt muss ich mich erstmal sortieren. Aber das Gute ist, dass ich nicht komplett frustriert bin. Die Schläge sind ja da und ich gebe mir die Chancen. Wenn ich sie dann rein mache, morgen, dann geht da auf jeden Fall noch was.“

Kaymer, Stenson, Wiesberger: Presserunden

Einen Tag vor dem Beginn der Porsche European Open 2021 stellten sich die Topstars Martin
Kaymer, Henrik Stenson und Bernd Wiesberger den Fragen der Journalisten. Alle drei rechnen sich gute
Chancen aus und fühlen sich bislang sehr wohl in Hamburg – auch wenn keiner einen einfachen Kurs in dieser
Woche erwartet.

Martin Kaymer

Anspruchsvoll, aber spaßig. So beschrieb Kaymer den Porsche Nord Course, der alle Profis vor eine große
Herausforderung stellen wird. „Ich bin einfach mal gespannt, wie lang wir den Golfplatz wirklich spielen
werden“, so der beste deutsche Golfer, dem das Setup entgegenkommen könnte. „Du musst schon wirklich
sehen, dass, wenn du einen Fehlschlag machst, du ihn auf der richtigen Seite platzierst. Und das macht mir
schon irgendwie Spaß, solche Plätze zu spielen, wo du mitdenken und vorplanen musst. Nicht einfach nur
ballern, irgendwie aufs Grün und dann die Birdies einsammeln.“ Sein Stamm-Caddie Craig Connelly wird ihm
bei diesem Vorhaben leider nicht helfen können. Stattdessen greift Kaymer auf seinen Bruder Phillip zurück,
der nicht zum ersten Mal die Tasche des zweifachen Major-Siegers trägt. „Wir haben auch schon damals viele
Turniere zusammen gespielt. Er kennt natürlich auch die European Tour und wir als Brüder werden dann auch
eine schöne Woche zusammen haben.“

Doch nicht nur Bruder Philipp ist in dieser Woche an Kaymers Seite. „Meine Freundin ist, wie schon in
Österreich, dieses Mal auch wieder dabei. Das ist schön. Mein Vater wäre auch noch gerne gekommen. Aber es
dürfen natürlich auch wirklich nur eine bestimmte Anzahl von Leuten dabei sein bei den Turnieren, die du
mitbringen darfst.“ An Unterstützung der Zuschauer wird es dem deutschen Fan-Liebling in dieser Woche aber
sicher nicht mangeln.

Henrik Stenson

Zu den Fan-Lieblingen darf sich auch der sympathische Schwede zählen, der in den ersten beiden Runden an
der Seite von Kaymer spielen wird (Tee Time: 13 Uhr, Tee 1). Doch nicht nur als Fan ist man froh, ihn in dieser
Woche hier in Hamburg begrüßen zu dürfen. Auch Stenson tut die europäische Luft sichtlich gut. „Es ist ein
schönes Gefühl“, schwärmte der ehemalige Open Champion. „Ich sehe viele alte Freunde und Spieler, die ich
normalerweise nicht so häufig treffe.“ Stenson wohnt seit einigen Jahren in den USA und kommt nur noch
gelegentlich über den großen Teich. „Es ist eine Rückkehr zum Essen und zur Kultur. Immerhin bin ich auf
europäischen Plätzen groß geworden und habe viele Jahre auf der European Tour gespielt.“

Doch Stenson hat in dieser Woche mehr vor als nur in Erinnerungen zu schwelgen. Nach einem sieglosen Jahr
2020 will er zu alter Stärke zurückkehren und gibt auch die Teilnahme am Ryder Cup noch nicht auf. Zumal er,
obwohl er bereits fünf Mal Teil des Teams war und davon drei Mal den Pokal in seinen Händen halten durfte,
beim Kontinentalvergleich noch eine Rechnung offen hat. „Alle Siege waren in Europa. Um meine Ryder-CupKarriere perfekt zu machen, würde ich gerne mal auf US-amerikanischem Boden gewinnen.“ In diesem Jahr
hätte er nochmals die Gelegenheit.

Bernd Wiesberger

Der Österreicher tritt als Vorwochensieger an, nachdem er beim Made in HimmerLand Turnier in Dänemark
seinen Titel erfolgreich verteidigte. Wiesberger kehrte dank seines achten European-Tour-Titels zurück unter
die Top 50 der Weltrangliste und ist damit bei der US Open in Torrey Pines gesetzt. „Ich habe Anfang dieser
Woche einen Flug nach San Diego gebucht“, so der 35-Jährige, dem jedoch auch bewusst ist, dass ihm diese
Woche nichts geschenkt wird. „Für einen selber ist es natürlich gut zu wissen, dass man eine Woche vorher
gewonnen hat, aber wir fangen alle wieder bei null an und von dem her bekommt man da keine Schläge
geschenkt oder irgendeinen Bonus.“ Und doch zeigte sich Wiesberger optimistisch, dass er weiter auf der
Erfolgswelle surfen kann. „Normalerweise war es bei mir immer so, dass ich dann über einen gewissen
Zeitraum ganz gutes Golf gespielt habe. Und ich hoffe natürlich, dass der Sieg aus der vergangenen Woche dies
auch wieder auslöst. Vor allem, weil wir jetzt in einen wichtigen Sommer mit großen Turnieren gehen.“

Der Startpunkt für diese entscheidende Phase könnte also deutlich schlechter sein. Zumal Wiesberger mit dem
Ryder Cup im September ein großes Ziel vor Augen hat. „Idealerweise spiele ich noch ein paar Turniere wie
letzte Woche“, erklärte Österreichs Nummer eins. Aktuell liegt Wiesberger noch knapp außerhalb der Ränge,
die eine automatische Qualifikation für den Ryder Cup bedeuten würden. „Ende August wird abgerechnet und
hoffentlich steht dann mein Name auf der Liste.“ Eine gute Woche hier in Hamburg wäre ein weiterer Schritt in
Richtung Whistling Straits, dem Austragungsort des diesjährigen Ryder Cups.

 

Night Shootout: Top-Stars lassen es krachen

Auf der 17. Bahn des Porsche Nord Course ging es am späten Donnerstagabend noch nicht um den Porsche Taycan Turbo S Cross Turismo, der dort in der Turnierwoche als Hole-in-One-Preis auf den erfolgreichen Kunstschützen wartet. In einem Nearest-to-the-Pin-Contest spielten die Top-Stars des Turniers untereinander aus, wer als erster Spitzenreiter des Events das Leader’s Car, einen Taycan Turbo S, bis zum Turnierauftakt am Samstag fahren darf.

Am spektakulär beleuchteten Par 3 sorgten Titelverteidiger Paul Casey, Martin Kaymer, Henrik Stenson, Abraham Ancer und Max Kieffer für eine Sternstunde und brillierten nicht nur stellenweise mit Schlägen, die Zentimeter neben der 155 Meter entfernten Fahne zum Liegen blieben. Mit dem tatsächlich letzten Schlag beendete Henrik Stenson das beeindruckende erste Night Shootout mit einem lauten Knall. Er traf nicht ins Loch, er traf nicht einmal das Grün – doch er traf die Drohne, die über ihm für die Bilder aus der Luft zuständig war.

Zentimeter-Entscheidung
Für den Sieg reichte der Kunsttreffer nicht. Den holte sich Martin Kaymer mit 35 Zentimetern vor Paul Casey, der im Probe-Durchgang auf 36 Zentimeter gekommen war, es in seinen offiziellen drei Versuchen jedoch „nur“ auf 46 Zentimeter brachte. So musste Titelverteidiger Casey dem Deutschen am Ende die Schlüssel für das Leader’s Car überreichen – und Kaymer düste als erster Sieger eines Night Shootouts auf dem Porsche Nord Course in die dunkle Nacht.

„Das war wirklich eine schöne und lustige Aktion heute Nacht“, sagte Martin Kaymer am nächsten Morgen, als er mit dem Leader’s Car wieder auf die Anlage kam. „Es war meine erste Fahrt mit diesem Auto – was eine Kraft. Unglaublich beeindruckend.“ Auch Abraham Ancer war begeistert vom Night Shootout: „Es war super. Und Henriks Schlag? Unfassbar.“

„Rundum gelungener Abend“
„Es hat großen Spaß gemacht, den Jungs zuzusehen – auch weil sie selbst so eine Freude hatten. Nach einem langen Tag auf der Anlage war das keine Selbstverständlichkeit“, sagte Turnierdirektor Dirk Glittenberg, Geschäftsführer der U.COM Event. „Und die Schläge wecken tatsächlich die Hoffnung, dass es in diesem Jahr etwas werden könnte mit dem Hole-in-One an der 17.“

Die Top-Stars und ihre Begleitpersonen hatten vor dem Night Shootout ein besonderes Dinner im Garden Bistro am 18. Fairway genossen. 3-Sterne-Koch Thomas Bühner hatte seine Gäste mit einem 3-Gänge-Menü verwöhnt. „Das Essen war großartig“, schwärmte Ancer. Und Kaymer ergänzte: „Das war wirklich ein rundum gelungener Abend.“

 

Perfekter Auftakt – glänzende Aussichten im Pro-Am

Das Pro-Am ist der traditionelle Start einer jeden Turnierwoche – und für die Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Über 18 Löcher dürfen Amateure einen Golfprofi über die Runde begleiten, ihn hautnah bei der Arbeit erleben und dabei noch selbst Golf spielen auf einem an diesem Tag für die Porsche European Open perfekt präparierten Kurs.

Es waren also viele glückliche Gesichter zu sehen an diesem Mittwoch auf dem Porsche Nord Course der Green Eagle Golf Courses. Die Amateure, die mit Weltklassegolfern wie Martin Kaymer, Paul Casey, Abraham Ancer oder Henrik Stenson auf die Runde gingen, genossen die Zeit und lernten bei besten äußeren Bedingungen zudem eine ganze Menge.

 

 

Einer dieser Amateure war selbst jahrelang im Spitzensport erfolgreich: Moritz Fürste. Der zweimalige Olympiasieger im Hockey ist mittlerweile begeisterter Golfer (Handicap 7) und schwärmte nach der Runde mit Golfprofi Nicolai von Dellingshausen: „Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ich habe den Ball richtig gut getroffen und bin echt zufrieden mit meinem Spiel.“ Keine Fehleinschätzung des Welthockeyspielers von 2021 – beispielsweise chippte er auf Bahn 2 direkt zum Birdie ein und bewies damit einmal mehr sein phänomenales Ballgefühl als ehemaliger Welthockeyspielers.

Zwei Flights nach von Dellingshausen und Fürste kam Titelverteidiger Paul Casey das 18. Fairway entlang, scherzte mit seiner Gruppe und ließ mitten auf der Bahn noch ein Erinnerungsfoto schießen. „Das war cool, wir hatten eine tolle Zeit, der Platz ist in unglaublichem Zustand, auch wenn er heute mit dem Wind noch einmal schwieriger war“, sagte Casey. Die Amateure an der Seite waren nicht nur begeistert, sondern auch beeindruckt. Vor allem von Caseys entspannten Auftreten. Der dreimalige Ryder-Cup-Sieger gab einen Tag nach seinem Flug aus Arizona Schwungtipps und las auch mal die Putt-Linie für seine Mitspieler.

Mit dem diesjährigen Pro-Am der Porsche European Open 2021 ist somit ein wunderbarer Einstieg in eine Turnierwoche gelungen. Und der Tag bewies auch: der Porsche Nord Course ist bereit für die Rückkehr der Weltklasse.

 

Kaymer im Talk: „Ich bin an Loch 7 oder 8 meiner Karriere“

01. Juni 2021 – Gutgelaunt in die Porsche European Open: Der Sky Live Talk in der Garden Lounge am 18. Fairway des Porsche Nord Course eröffnete als informatives und kurzweiliges Gesprächsformat die Turnierwoche auf der Anlage der Green Eagle Golf Courses. Sky-Moderator Florian Bauer empfing Turnierdirektor Dirk Glittenberg, Geschäftsführer des neuen Veranstalters U.COM Event, Deniz Keskin, Leiter Brand Management & Partnerschaften des Titelpartners Porsche, und den zweimaligen Major-Sieger Martin Kaymer.

Dabei zeigten sich alle Gesprächsteilnehmer sehr glücklich darüber, dass trotz aller Schwierigkeiten nicht nur die Austragung des Turniers gesichert wurde, sondern zusätzlich sogar erstmals seit Oktober 2019 Golf-Fans einem Event der European Tour in Europa live beiwohnen können. „Zuschauer zu haben, ist eine tolle Sache für alle Beteiligten“, sagte Martin Kaymer und Dirk Glittenberg skizzierte noch einmal die Zitterpartie der Verantwortlichen bis zu diesem Tag, „an dem wir uns auf das Turnier freuen können“, wie es Deniz Keskin ausdrückte.

Freude über starkes Spielerfeld

„Es war wirklich ein Traum, Zuschauer empfangen zu dürfen“, verriet Dirk Glittenberg. „Dafür haben wir möglichst lange gewartet. Am Ende hat es sich ausgezahlt.“ So kommen 2000 Zuschauer pro Tag in den Genuss eines hochklassigen Spielerfelds, das von Martin Kaymer, Titelverteidiger Paul Casey, Major-Sieger Henrik Stenson und PGA-Tour-Star Abraham Ancer angeführt wird. „Wir sind sehr glücklich, ein super Spielerfeld“, sagte Turnierdirektor Glittenberg. „Wir sind stolz darauf und wissen, dass es natürlich auch am attraktiven Partner Porsche liegt, der Spieler anlockt.”

Glittenberg zeigte sich zudem begeistert vom Porsche Nord Course. „Wir haben hier eine absolute Top-Anlage, auch weil hier so positiv besessen gearbeitet wird. Es war ein Sensationsjob, das Commitment von Michael Blesch und seinem Greenkeeping-Team ist wirklich toll. Der Platz ist spektakulär und wird auch im Fernsehen gut aussehen.“

„Ich habe die Turniere vermisst“

Martin Kaymer hofft darauf, dass der Driver in der Turnierwoche auf dem langen Kurs gut läuft. Insgesamt zeigte er sich zufrieden mit seinem Spiel und bekräftigte seine Motivation, noch lange vorne mitspielen zu wollen. „Ich habe die Leidenschaft und den Spaß immer noch, sonst würde ich ja aufhören. Ich habe in der turnierfreien Zeit die Turniere vermisst.“ Er habe sich immer gefragt, „wie viele perfekte Schläge gelingen mir wohl auf der Runde unter Stresssituationen“.

Eine dieser Stresssituationen ist sicherlich der Abschlag der 17. Am Par 3 wartet der Hole-in-One-Preis, ein Porsche Taycan Turbo S Cross Turismo. Deniz Keskin nannte ihn „unser A-Game“. Welcher Profi sein bestes Golfspiel nach Hamburg mitgebracht hat – die Antwort gibt es ab Samstag auf dem Porsche Nord Course.

Deniz Keskin fasste die Gemütslage aller Beteiligten am Ende sehr gut zusammen, als er sagte: „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, wieder ein Event mit Top-Golfsport und das noch vor Zuschauern erleben zu dürfen.“

Live von zuhause

Um den Zuschauern zuhause auch an den Folgetagen ein umfassendes TV-Erlebnis zu bieten, sind die Porsche European Open live an allen drei Turniertagen (Samstag von 14 bis 18 Uhr, Sonntag von 12.30 bis 18 Uhr und Montag von 9.30 bis 15 Uhr) auf dem Pay-TV-Sender Sky Sport sowie frei zugänglich als Livestream auf skysport.de und der Streaming-Plattform GOLFTV zu verfolgen. Eurosport sendet zudem täglich eine einstündige Zusammenfassung des Turniers am Morgen des Folgetags. Eine zehnminütige Highlight-Show wird bereits am Abend auf eurosport.de veröffentlicht. Sky Sport News berichtet ab Mittwoch täglich von der Anlage über das Event.

Auf der Turnier-Website entsteht ein Info-Hub mit einem multimedialen Angebot wie einem kostenlosen Livestream und einem Live-Scoring. Darüber hinaus werden Fans auf Social Media unter anderem die Möglichkeit haben, den Spitzenreitern des Turniers über den Hashtag #AsktheLeader Fragen zu stellen.

 

 

TV-Sendezeiten

Sky/GOLF TV (live) 

Samstag, 05.06. 14:00 – 18:00 Uhr

Sonntag, 06.06. 12:00 – 18:00 Uhr

Montag, 07.06. 09:30 – 15:00 Uhr

Eurosport Highlights

Sonntag, 06.06. 9.55 – 10.55 Uhr

Montag, 07.06. 9.50 – 10.50 Uhr

Dienstag, 08.06. 9.55 – 10.55 Uhr

Top-Stars der Porsche European Open 2015 – 2019

Die Porsche European Open waren seit der ersten Austragung 2015 ein beliebter Anlaufpunkt für die großen Namen der Golfszene. Ein Überblick.

2015 – McDowell, Langer, Schwartzel, Hanson, Mahan

Bereits die Premiere präsentierte sich hochklassig: Im September 2015 reisten gleich mehrere Top-Golfer zum Beckenbauer Course in Bad Griesbach, um die ersten Porsche European Open in Angriff zu nehmen. Fünf Major-Sieger und zahlreiche Ryder-Cup-Spieler zierten die Startlisten, darunter große Namen wie die Porsche-Fans Graeme McDowell (Nordirland) und Peter Hanson. Der schwedische Hobby-Rennfahrer verriet dem Porsche-Kundenmagazin „Christophorus“: „Für kurze Zeit ‚in the Zone‘ zu sein, ob im 911er oder auf dem Golfkurs, das ist das Beste.“ Auch McDowell schwärmte, nachdem er mit einem 911 Carrera 4 GTS Cabriolet von München nach Niederbayern gefahren war: „Es war wunderbar.“

Viel Aufmerksamkeit zog auch der spanische Publikumsliebling Miguel Angel Jiménez auf sich. Masters-Champion Charl Schwartzel (Südafrika) und US-Golfer Hunter Mahan, der sonst nur auf der US PGA Tour zu bewundern ist, sorgten für ein global ausgerichtetes Spitzenfeld. Für Stimmung vor Ort sorgte besonders die deutsche Golf-Legende Bernhard Langer, der zweifache Major-Sieger und mehrfache Gewinner der US Champions Tour, der zudem den Beckenbauer Course einst entworfen hatte. Sein 24. Platz am Ende bedeutete das beste deutsche Ergebnis. Von den Top-Favoriten landete keiner ganz oben auf dem Leaderboard. Peter Hanson und Charl Schwartzel teilten sich am Ende Position 19.

2016 – Martin Kaymer und „The Big Easy”

 Auch im zweiten Jahr der Porsche European Open lockten fünf Major-Sieger und mehr als ein Dutzend Ryder-Cup-Spieler die Zuschauer nach Niederbayern. Top-Star war dabei Martin Kaymer, der sich kurz vor dem Ryder Cup in den USA noch – zum einzigen Mal in diesem Jahr – den deutschen Fans präsentierte. Im Finale spielte er tatsächlich um den Sieg mit und wurde starker Sechster. Ein weiterer Weltklasse-Golfer freute sich auf die Porsche European Open, nicht nur aufgrund der „guten Gelegenheit, einen netten Porsche fahren zu können“: Ernie Els.

Den Südafrikaner, Spitzname „The Big Easy“, schwelgte in den eindrücklichen Erinnerungen an die seit 1978 ausgetragenen European Open, die das aus seiner Sicht „große Event“ sehr besonders machten. „Ich kann mich daran erinnern, dass ich das Turnier, das damals im englischen Walton Heath ausgetragen wurde, jahrelang im Fernsehen geguckt habe. Die European Open haben ein paar Jahre benötigt, um zurückzukehren – und das Turnier jetzt mit einem so guten Sponsor wie Porsche zurück im Tourkalender zu haben, das ist riesig!“ Weitere berühmte Namen in diesem Jahr: Padraig Harrington, dreifacher Majorsieger aus Irland, und der Engländer Tommy Fleetwood, der das Turnier auf Rang 13 abschloss und in der Folge einen rasanten Aufstieg in die Weltspitze hinlegte.

2017 – Reed, Perez, Walker

Einer der großen Stars der ersten Austragung der Porsche European Open auf der Golfanlage Green Eagle Golf Courses bei Hamburg ließ es sich nicht nehmen, noch vor dem ersten Turniertag die neuesten Porsche-Modelle im Porsche Zentrum Hamburg Nord-West aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen – unter anderem einen silbermetallic-farbenen Porsche 911 Carrera GTS. „Es fühlt sich sehr gut an“, ließ Patrick Reed wissen. „Als ich ein kleiner Junge war, besaß mein Vater einen Porsche. Da durfte ich auf dem Schoß meines Dads Platz nehmen und ihm mit meiner kleinen Hand beim Gänge-Schalten helfen. Das sind tatsächlich meine ersten Erinnerungen an Porsche.“ Die ersten Erinnerungen an die Porsche European Open sind inzwischen ähnlich euphorisch. In Runde drei lochte der US-Golfer auf der 18. Bahn (473 Meter/Par 5) des Porsche Nord Course aus 208 Metern zum sehr seltenen – und für ihn ersten – Albatros (drei unter Par) ein.

Reed trat in den Tagen der dritten Porsche European Open gemeinsam mit seinen Landsmännern Jimmy Walker und Pat Perez als berühmtes US-Trio auf, das sehr viel Spaß verbreitete. So unterhielt Perez die Gäste beim ProAm-Dinner am Vorabend des Turniers vortrefflich mit Anekdoten aus dem Leben eines Golfprofis. Und der amtierende Major-Sieger Walker fand es „großartig, während der Turnierwoche einen 911er nutzen zu können. Das ist ein aufregendes, ein ikonisches Fahrzeug.“ Masters-Champion Charl Schwartzel gab sich zum zweiten Mal die Ehre, traf am ersten Tag aus gut 250 Metern den Flaggenstock und verpasste – im Gegensatz zu Reed – das spektakuläre Albatros denkbar knapp.

2018 – DeChambeau, Reed, Perez

Es ging ins Jubiläumsjahr und die Starterliste der Porsche European Open 2018 entsprach den großen Erwartungen. Gefeiert wurden 40 Jahre European Open und 70 Jahre Porsche Sportwagen. Für das Jubiläum reiste der frischgebackene Masters-Sieger Patrick Reed zum zweiten Mal an und Charl Schwatzel als weiterer Träger des berühmten grünen Jackets war schon zum dritten Mal dabei,, auch Pat Perez freute sich darauf, erneut Porsche-Atmosphäre in Deutschland zu schnuppern. Alle drei schauten zu Beginn der Woche gemeinsam mit Shooting-Star Bryson DeChambeau auf der Hamburger Reeperbahn vorbei. Die Top-Golfer boten den Zuschauer auf dem Kiez eine unterhaltsame Show bei der Porsche Urban Golf Challenge. Pat Perez, USA, sicherte sich den Sieg im außergewöhnlichen Event und damit einen Porsche 911 GTS für die gesamte Turnierwoche. „Die Stimmung hier war einfach phantastisch. Wir hatten viel Spaß zusammen. Und jetzt freue ich mich aufs Porsche-Fahren.“

Paul Casey, der erstmals dabei war, erlebte spektakuläre Momente auf der Anlage des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Lüneburg. „Für mich gilt auf der Straße immer Safety First. Umso schöner war es, etwa einen GT3 RS auf einer abgesperrten Strecke bewegen zu dürfen. Einfach traumhaft und das perfekte Warm-up für die Turnierwoche“, sagte der Engländer. Am Ende der Woche wurde es für Casey ein siebter Rang, Schwartzel und Reed landeten als Neunte ebenfalls in den Top Ten. DeChambeau, der lange führte, wurde am Ende jedoch nur 13. Die Woche in Hamburg war für den jungen US-Star dennoch ein Gewinn: „Es macht immer großen Spaß, wenn wir mal was Ungewöhnliches und außer der Reihe machen können. Erst recht in dieser inspirierenden Stadt.“

2019 – Casey, Schauffele, Kuchar

Für Xander Schauffele war es ein ganz spezielles Debut. Nicht nur, weil sich der US-Amerikaner rund um die Anlage auf Plakaten zur Kampagne „I am Athlete“ gemeinsam mit dem neuen Porsche Cayenne Coupé bestaunen durfte („Das ist schön, zu sehen“). Für den 25-Jährigen war es auch eine Reise in die Vergangenheit. Sein Vater Stefan wuchs in Stuttgart auf, der Heimat von Porsche. Heute lebt die Familie in San Diego, Kalifornien. „Ich trage Stuttgart und Deutschland in mir, so wie Porsche auch. Natürlich sind die Porsche European Open somit sehr besonders für mich. Und auch für meine Familie“, sagte der Shooting-Star der US PGA Tour während einer Ausfahrt im Porsche 911 Carrera S durch die Hamburger Innenstadt. „Ich bin ein Perfektionist. Mein Arbeitsethos ist sicher auch deutsch. Und diese Attribute sehe ich auch bei Porsche. Nie aufhören, besser werden zu wollen, das gefällt mir.“

Landsmann Matt Kuchar fand Gefallen an einem Ausflug zur Anlage des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Lüneburg. Dort testete der neunmalige Sieger auf der US-Tour in einem Porsche 911 GT3 RS die Grenzen seines fahrerischen Könnens und fühlte sich dabei „wieder wie ein Kind. Diese Autos sind dafür gemacht, schnell zu fahren.“ Patrick Reed schwärmte auch bei seinem dritten Auftritt vor den Toren Hamburgs von den Sportwagen aus Deutschland. Wie seinen Kollegen hatte es ihm besonders der neue Porsche Taycan Turbo S angetan, der als Hole-in-One-Fahrzeug am 17. Abschlag stand („Ich hätte gerne noch mehr Zeit gehabt, ihn anzuschauen“).

Hauptdarsteller der Woche war dennoch Paul Casey. Der Porsche-Liebhaber freute sich über einen ganz besonderen Titel – der dreifache Ryder-Cup-Gewinner feierte seinen 19. Profititel ausgerechnet bei der Porsche European Open: „Als Sportwagen-Fan habe ich mich in dieser Woche sehr wohl gefühlt. Das hat auch geholfen. Es ist wirklich ein sehr spezieller Sieg.“