Die Sieger des Turniers – Alexander Levy, 2016

Der zweite Sieger der Porsche European Open – der Mann, der die lokalen Helden besiegte.

Irgendwann am Finaltag der Porsche European Open 2019 lagen gleich 19 Spieler nur drei Schläge auseinander. Es war ein spannendes Rennen – mittendrin Martin Kaymer kurz vor seinem vierten Ryder-Cup-Start in Folge, dazu Landsmann Florian Fritsch und der Österreicher Bernd Wiesberger. Am Ende setzte sich jedoch der durch, der schon vor dieser dritten und aufgrund schwieriger Wetterverhältnisse letzten Runde als Favorit gegolten hatte; das jedoch deutlich knapper als erwartet.

Sechs Schläge Vorsprung hatte der damals 26-jährige Alexander Lévy am Morgen auf seine Verfolger. Den Sieg erkämpfte er sich dann mit einem starken 8-Meter-Putt am zweiten Extraloch im Stechen gegen den Engländer Ross Fisher. Er trommelte mit den Fäusten auf seiner Brust und sagte später: „Es fühlt sich großartig an.“ Es war Lévys dritter Titel auf der European Tour. „Es ist schwer zu sagen, welcher Sieg am süßesten schmeckt, aber ich bin im Moment schon sehr, sehr glücklich.“ Im Jahr darauf verpasste Lévy erst im Stechen die Titelverteidigung – ein früher Experte der Porsche European Open.

Die Sieger des Turniers: Thongchai Jaidee, 2015

Der erste Sieger der Porsche European Open? Ein Spätstarter.

Als Thongchai Jaidee am 27. September 2015 als erster Gewinner der Porsche European Open auf dem Beckenbauer Course in Bad Griesbach geehrt wurde, war er bereits 45 Jahre alt – doch gerade einmal 15 Jahre davon auf der Tour unterwegs. Einen Schlag Vorsprung hatte der Thailänder vor dem Engländer Graeme Storm. Auch wenn sich die Zuschauer vielleicht Bernhard Langer, 58, als Sieger gewünscht hätten, der als bester Deutscher 24. wurde, so war der freundliche Jaidee tatsächlich ein passender Titelträger für diese ersten Porsche European Open.

Zum Training verweilte Jaidee damals viele Wochen unweit in München bei seinem deutschen Coach. Und er sagte: „Abgesehen vom Wetter liebe ich Deutschland.“ Den Sieg sicherte er sich mit einem kniffligen Putt. „Ich war schon sehr nervös am Ende“, gestand Jaidee noch am Abend. Für den Sieg musste er auf dem letzten Grün den Ball aus zwei Metern lochen. Das Grün hing steil zur Seite, der Ball machte eine weite Kurve. „Ich hatte das Selbstvertrauen, ihn machen zu können“, sagte Jaidee. Weil er ein überaus höflicher Mensch ist, fügte er hinzu: „Aber es war auch sehr glücklich.“ Der Ball fiel zum Sieg.

Später Erfolg

Für Thongchai Jaidee war es einer der Höhepunkte einer besonderen Karriere. Der Thailänder schlug seinen ersten Golfball in einem Alter, als Tiger Woods und Rory McIlroy schon gegen Profis antraten. Jaidee war 16, als er das Golfspiel entdecktet – doch er ging erst einmal zum Militär. Es dauerte weitere 14 Jahre, bis er zum Profigolfer wurde.

Anfänger mit 30, Weltklasse mit 45 als Sieger der Porsche European Open. Es war der siebte Titel auf der European Tour für den mann, der auf der asiatischen Golf-Tour lange der Mann mit den höchsten Preisgeldeinkünften war. Nach seinem Sieg bei der Premiere der Porsche European Open war er die Nummer 32 der Welt. Dieses Triumph feierte Jaidee wie alle anderen in seiner ruhigen Art – und ohne Bier auf dem Oktoberfest. „Ich trinke keinen Alkohol.“

 

Porsche European Open: Das Tor zur US Open

Die Porsche European Open als Tor zum Major: Das prestigeträchtige Turnier der European Tour auf dem Porsche Nord Course der Green Eagle Golf Courses bei Hamburg wird noch einmal aufgewertet. Vom 3. bis 6. Juni 2021 kämpfen die Profis nicht nur um den begehrten Titel, den Paul Casey versuchen wird, zu verteidigen. Zusätzlich steht bei den Porsche European Open die Entscheidung über zehn Startplätze für die US Open zwei Wochen später im Torrey Pines Golf Course in San Diego, Kalifornien, an.

Über drei Turniere im Mai und Juni haben Golfprofis der European Tour die Möglichkeit, das Ticket für das dritte Major des Jahres zu lösen. Nach dem Betfred British Masters hosted by Danny Willett (12. – 15. Mai), der Made in HimmerLand presented by FREJA (27. – 30. Mai) geht es bei den Porsche European Open (3. – 6. Juni) auf die Zielgeraden in Richtung US Open (17. – 20. Juni). Die zehn besten – nicht anderweitig qualifizierten – Punktesammler im Race to Dubai bei diesen drei Events sind in San Diego startberechtigt.

„Das ist natürlich ein toller Bonus für die Porsche European Open – in Sachen Spannung und sicherlich auch hinsichtlich der Besetzung des Spielerfeldes“, sagt Dirk Glittenberg, Geschäftsführer der U.COM Event. „Wir werden am Finalsonntag nicht nur einen strahlenden Sieger bejubeln dürfen, sondern können uns noch mit einigen weiteren Profis über die Qualifikation für die US Open freuen. Viele strahlende Gesichter sind garantiert, das kann nur gut sein.“

Keine weitere Qualifikation für US Open in Europa
Das traditionelle US-Open-Qualifikationsturnier in Europa wird aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie auch in dieser Saison nicht stattfinden. Die lokale Qualifikation findet vom 26. April bis 18. Mai an 109 Orten in den USA und Kanada statt.

„Wir freuen uns sehr, unsere Zusammenarbeit mit der USGA fortzusetzen und den Spielern der European Tour die Möglichkeit zu bieten, sich trotz der Unterbrechung durch die anhaltende weltweite Pandemie einen Platz bei der US Open zu sichern“, sagt Keith Waters, Chief Operating Officer der European Tour. „Die Qualifikations-Serie im vergangenen Jahr hat den ersten UK Swing noch spannender gemacht, und ich bin sicher, dass wir mehr davon bei den drei Events in Europa in diesem Jahr erwarten können, bei denen die Spieler die Chance haben, sich begehrte Plätze zu sichern.“

„In diesen herausfordernden Zeiten freuen wir uns, mit der European Tour zusammenzuarbeiten, um eine Ausnahmekategorie für die US Open 2021 in Torrey Pines zu schaffen“, so John Bodenhamer, Senior Managing Director Championships der veranstaltenden USGA. „Das finale Qualifikationsturnier in England hat seit seiner Einführung im Jahr 2005 ein starkes Feld hervorgebracht und obwohl die Qualifikation in diesem Jahr aufgrund der COVID-Beschränkungen nicht möglich ist, ist es wichtig, dass ein Weg für Spieler, die auf der European Tour antreten, geschaffen wird, um sich einen Platz im Feld der diesjährigen Meisterschaft zu verdienen.“