Porsche Nord Course: The Beauty Of The Beast

Zum sechsten Mal sind die Porsche European Open auf dem Porsche Nord Course in Green Eagle bei Hamburg zu Gast. Ein neuer Anlauf für die Golfer aus aller Welt auf dem schwierigsten Platz der DP World Tour. Ehrfürchtig nennen sie den 7.057 Meter langen Kurs: The Green Monster. Jeder Abschlag ist eine Mutprobe. Jeder Fehler ist hier noch schmerzhafter, jeder Erfolg fühlt sich hier noch besser an. Es ist ein Monster, das Helden erschafft und den Spielern die Essenz des Golfsports deutlich vor Augen führt: Perfektion ist nicht möglich. Was dennoch möglich ist? Der große Triumph. Getragen von tausenden Zuschauern auf den einzigartigen Naturtribünen überall auf der Anlage. Es ist der Lohn für die beste Leistung im absoluten Härtetest. Nur wer sich furchtlos in die Aufgabe wirft, hat eine Chance. Wer wächst in diesem Jahr über sich hinaus, wer bezwingt das Monster?

(Photos by g—kx mediaHOUSE)

Marcel Siem: ‘Einer meiner Lieblingsplätze’

Er sorgte im vergangenen Jahr für den lautesten Moment der Turnierwoche, als er auf der 18 zum Eagle einlochte, und die Zuschauer um das Abschlussgrün vor dem ikonischen Riesenrad zum Toben brachte. Auf ähnliche Momente hofft Marcel Siem auch bei der diesjährigen Porsche European Open auf den Green Eagle Golf Courses. Den Porsche Nord Course kennt der Sieger der Indian Open wie keinen anderen Platz in Deutschland und spricht dabei von einem möglichen Heimvorteil.

Wie ist ihr Verhältnis zum Austragungsort und im Speziellen zum Platz?

„Ich habe mich anfangs noch sehr schwer getan auf dem Platz, zu aggressiv gespielt und mir viele Backpfeifen abgeholt. In den letzten paar Jahren habe ich ihn aber lieben gelernt. Er macht sehr viel Spaß und es ist auf jeden Fall einer meiner Lieblingsplätze. Für uns als Profi ist es wichtig, dass die Grüns, Fairways und Trainingsmöglichkeiten immer gut sind. Das ist hier das gesamte Jahr über gegeben und hat man sonst nirgendwo anders in Deutschland. Ich werde hier immer sehr herzlich aufgenommen und würde es fast meine zweite Heimat nennen.“

Wie ist der Zustand des Porsche Nord Course?

„Das Setup ist mega. Die Grüns sind so gut wie noch nie. Es ist weniger Gras drauf, weswegen der Ball sehr treu läuft. Die Fairways sind ohnehin immer gut. Ich hoffe, die Grüns werden jetzt noch ein bisschen härter. Das Würde den Platz noch ein bisschen schwieriger machen.“

Mit welcher Form gehen Sie ins Heimturnier?

„Ich bin gut drauf. Ich bin jetzt lang unterwegs, deswegen fehlt mir ab und zu die Konzentration. Aber ich spiele richtig gutes Golf, bin voll da und habe eine geile Saison gespielt bislang. Ab und zu hat man mal einen schlechten Tag – das ist Golf. Ich hoffe, dass mir die zwei Wochen Pause nach der Porsche European Open dabei helfen, die Ausreißer wieder weniger werden zu lassen. Aber ich habe total Bock und gehe positiv in die Woche. Da mache ich mir eigentlich keinen Kopf.“

Europameisterin Sabrina Lutz testet Kitesurf-Bedingungen

Zwei Spitzenathleten, zwei Sportarten und der ganz unterschiedliche Kampf gegen die Elemente: Sabrina Lutz, Europameisterin und 13-fache deutsche Meisterin im Kitesurfen, testete im Vorfeld der Porsche European Open die Kitesurf-Qualitäten des Porsche Nord Course. Dabei traf die Hamburgerin am Austragungsort des prestigeträchtigen Golf-Turniers der DP World Tour auf Jannik de Bruyn. Der Nachwuchsgolfer, selbst Europameister mit dem deutschen Team, bereitet sich in diesen Tagen auf das Event vor, das vom 1. bis 4. Juni internationale Top-Golfer auf die Anlage der Green Eagle Golf Courses vor den Toren Hamburgs lockt.

„Ich bin das erste Mal auf einem Golfplatz gekitet. Das war schon eine großartige Herausforderung und ein bisschen schwieriger als am Strand, da hier rundherum die wunderbare Natur die Bewegung etwas einschränkt“, sagte Sabrina Lutz, die für das Team Duotone unterwegs ist. „Es war unglaublich spannend, sich auch einmal auf diesem Terrain austoben zu dürfen.“

Während Lutz die 18. Bahn des Turnierkurses mit dem Kite in Angriff nahm, griff Golfer de Bruyn klassisch zum Schläger. „Es war ein neues Bild für mich als Golfer – aber tatsächlich ein wirklich cooles“, so Jannik de Bruyn, der zum dritten Mal bei den Porsche European Open am Start ist und auf dem 18. Fairway beste Sicht auf seine Profisportkollegin hatte. „Wir sind als Sportler ja generell sehr offen gegenüber anderen Sportarten, deshalb habe ich mich sehr über das Treffen gefreut. Ich fand es mega beeindruckend – ein super Erlebnis.“

Der Porsche Nord Course, der auch für Golfer eine anspruchsvolle Aufgabe darstellt, eignet sich tatsächlich für einen außergewöhnlichen Kitesurf-Ausflug. An 17 der 18 Bahnen fordern eindrucksvolle Wasserhindernisse die Golfer heraus. Zudem kommt im flachen Norden Deutschlands oftmals der Wind mit ins Spiel. So erkannten die Spitzenathleten auch schnell Gemeinsamkeiten und Unterschiede im professionellen Umgang mit der Natur. Sowohl im Kitesurfen als auch im Golfsport spielen Wind und Wasser eine entscheidende Rolle. „Für mich ist weniger mehr, für Sabrina ist es wohl genau andersherum“, sagte de Bruyn, der deswegen auf beides gerne verzichten kann. Lutz hingegen ist auf beides angewiesen. „Man sieht, dass die Elemente ganz unterschiedliche Herausforderungen bieten können. Das ist eine schöne Lehre aus diesem Tag und ein starkes Bekenntnis zum Sport in der Natur“, so die Hamburgerin Lutz, die für ihre Flüge über die Wasserhindernisse der 16. und 18. Bahn einen Kite der limitierten Porsche-Kite-Edition in Größe 17 nutzte.

Am Ende des spektakulären Ausflugs auf den Porsche Nord Course fand beiden Protagonisten neben der Liebe zum Sport in der Natur doch noch eine kleine Gemeinsamkeit. „Wenn mein Ball trocken bleibt, bin ich erfolgreich“, sagte de Bruyn und Lutz ergänzte: „Und wenn ich trocken bleibe, bin ich richtig gut und habe meine Tricks alle gestanden.“

Porsche und Surfsport

Seit 2021 engagiert sich Porsche für Kitesurfing. Dabei kooperiert das Unternehmen unter anderem mit dem führenden Equipment-Hersteller Duotone. 2022 hat Duotone die erste limitierte Porsche-Kite-Edition auf den Markt gebracht – und ließ sich dabei vom Porsche Motorsport und der Historie der Marke inspirieren. Porsche unterstützt zudem die Kitesurfer Liam Whaley und Rita Arnaus. Darüber hinaus arbeiten Porsche und die Technologietochter Porsche Engineering mit Sebastian Steudtner, Weltrekordhalter im Big-Wave-Surfen, zusammen. Das neu entwickelte Surfboard mit dem Namen „Caçador RS“ wurde im Mai 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Porsche im Golfsport

Seit 2015 ist Porsche als Titelsponsor der Porsche European Open auf der DP World Tour erfolgreich im Profigolfsport aktiv. 2019 erweiterte der Sportwagenhersteller sein Engagement mit Automobil-Partnerschaften bei Turnieren auf der US PGA Tour und der DP World Tour. Zudem schaut Porsche zurück auf eine mehr als drei Jahrzehnte andauernde Geschichte des Porsche Golf Cup. Die Turnierserie zählt zu den erfolgreichsten Kundenevents des Unternehmens. 1988 erstmals in Deutschland ausgetragen, hat sich der Porsche Golf Cup zu einer internationalen Veranstaltung entwickelt, an der in der Spitze mehr als 17.000 Porsche-Kunden in 261 weltweit ausgespielten Qualifikationsturnieren teilgenommen haben. Großen Erfolg feiert der Porsche Golf Circle, eine internationale Community für golfbegeisterte Porsche-Kunden, die 2017 ins Leben gerufen wurde. Paul Casey ergänzt seit 2020 als erster Botschafter aus dem Golfsport die Porsche-Familie.

Marcel Siem erklärt den Porsche Nord Course

Kein Spieler im Feld der Porsche European Open kennt den Turnierkurs wohl so gut wie Marcel Siem. Mehrmals im Jahr besucht der fünfmalige Sieger auf der DP World Tour seinen Kumpel Michael Blesch, Mitbegründer und Designer des Porsche Nord Course. Auch nach vielen Runden ist das „Green Monster“ für Siem immer noch eine große Herausforderung. Was ihn und seine Kontrahenten erwartet, verrät er hier:

 

1

Es geht gut los, aber nicht wie man es erwartet. Ein Auftaktloch, um die Nerven zu beruhigen. Die Aufgabe ist eindeutig und nicht allzu schwer. Beim Abschlag gibt der Fairwaybunker die Zielrichtung vor. So haben wir freie Sicht auf die Fahne. Von hier ist es ein kurzer Pitch ins Grün. Eine erste gute Birdie-Möglichkeit.

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Ein sehr schönes Par 3, das mit einem großen Grün und vielen Plateaus unglaublich viele Varianten bereithält. Im Extremfall ist an jedem Tag ein anderes Eisen fällig. Die Schlägerwahl ist tatsächlich ein Schlüssel. Noch hat das Monster noch nicht seine längsten Krallen gezeigt – ein Par kann man dennoch unterschreiben.

3

Jetzt wird es erstmals knackiger. An diesem nicht allzu langen Par 4 gilt es gut zu taktieren. Mittleres Eisen vor die engste Stelle zwischen Bunker und Wasser – oder drüber mit dem Driver? Bei der sicheren Variante braucht es immerhin noch ein Eisen 8 oder 7 ins Grün, das ist bei diesem stark ondulieren Grün herausfordernd.

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In diesem Jahr ein Par 5 statt einem Par 4. Heißt: eine Birdie-Chance, die wir nutzen sollten. Das Grün ist mit dem Zweiten sehr schwierig zu treffen, wenn der Abschlag nicht perfekt über die mächtige Kiefer links am Fairway geflogen ist. Auch das Wasser, das das Grün fast komplett umschließt, macht die aggressive Variante gefährlich.

5

Dieses Par 3 sieht einfacher aus als es ist, auch weil das Grün erhaben wirkt, man sich davon aber nicht täuschen lassen darf. Das Wasser kommt aber nur bei krassen Fehlschlägen ins Spiel. Mittleres bis längeres Eisen, vielleicht Eisen sechs oder Eisen sieben.

6

Eine weitere passende Maxime für den Kurs: Der Tee-Shot ist oftmals entscheidend. Zumal an diesem Loch, das Bleschi das schwierigste nennt. Trifft man das Fairway (und weder Wasser links, noch Rough rechts oder die Waste Area Mitte Fairway), hat man eine sehr gute Chance auf ein Birdie. Wenn. Wenn nicht, viel Glück!

7

Ja, auch diese Löcher gibt es hier: Hier muss das Ziel Birdie sein. Den Abschlag mit dem Driver zu platzieren, ist nicht allzu schwer. Von dort ist es noch ein Lob Shot oder Bunkerschlag ins Grün. Auch abseits des Fairways ist die Chance nicht vertan. Man muss aber im Auge behalten, dass das Grün extrem nach vorne hängt.

          

8

Auch wenn es nicht sofort zu spüren ist – es wird windig. Und gleichzeitig ist Richtung und Stärke schwer einzuschätzen, da der Abschlag durch viele Bäume geschützt ist. Lieber den längeren Schläger nehmen – kurz lauern Wasser und Bunker. Hier können wir uns über die vier Tage auf einige Schläge mehr einstellen.

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Manche sagen: Biest. Recht haben sie. Lang, normalerweise in den Wind und viel Raum für Fehlschläge. Was einfach klingt – starker erster Schlag, starker zweiter Schlag sehr starker dritter Schlag – ist eine gewaltige Aufgabe. Viele Probleme, die man gerne auf Nummer sicher umschifft. Leider lässt das die Länge des Lochs nicht zu.

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Eine knifflige Aufgabe. Langes Loch – doch keine Chance auf einen langen Abschlag, weil ein Wasserhindernis das Fairway teilt. So bleibt ein unbequemer Schlag ins Grün. Dieses ist zudem sehr gut bewacht. Gekonnt designt, wieder werden gute lange Schläge belohnt. Par fühlt sich hier fast wie Birdie an.

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Und weiter geht es mit möglichst viel Präzision. Sonst wird es bitter. Natürlich ganz wichtig: sehr guter Abschlag. Der Wind ist hier herausfordernd zu kalkulieren und macht den wichtigen Fairwaytreffer noch schwieriger. Und wer das Fairway verpasst, schafft es nur schwer über die Waste Area. Klar, Birdie ist drin. Aber rechnen sollten wir damit nicht.

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Der Abschlag stellt uns vor eine Aufgabe: Die beiden Fairwaybunker liegen genau in Drivelänge. So gilt, sowohl Richtung als auch Länge gut umzusetzen. Neben den beiden Pottbunkern am Grün erschweren Wind als auch die Kiefer links vorne den Schlag aufs Grün. Also: Kopf einschalten und klug positionieren.

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Eines der beliebteren Löcher. Und eigentlich klingt es ganz einfach: Der Abschlag muss über die Ecke nach links. Es ist günstig, die Bahn über das Wasser abzukürzen. Das hilft in der Folge massiv. Denn das Grün hat es in sich, fällt stark nach hinten ab. Wer beim Abschlag schlampert, liegt nicht so schnell mit zwei Schlägen auf dem Grün.

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Laut Bleschi das Signature Hole. Wirklich großartig und eine willkommene Abwechslung nach und vor so vielen langen Bahnen. Was nicht heißt, dass das Par 3 leicht ist. Es ist nur kürzer. Das Grün ist ein harter Gegner des Up and Downs und liefert einen Vorgeschmack auf den harten Endspurt.

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In diesem Jahr wird es etwas kürzer gespielt – doch es bleibt ein grandioses Loch, das alles bereithält: Triumph und Tragödie. Birdies werden leichter, doch leicht ist hier noch lange nichts. Vorlegen ist nicht immer die einfachere Wahl. Das extrem ondulierte Grün bietet auf dem Plateau die vermutlich schwierigste Fahnenposition des gesamten Platzes.

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Länger ist hier keine Bahn – und das heißt etwas. Selbst nach einem guten Drive, brauchen wir einen langen zweiten Schlag über den Graben. Alles muss lang und präzise sein. Ein Monster. Es wird hier sehr hohe Ergebnisse geben – hier ist noch mehr als sonst das Ziel: aus Problemen möglichst raushalten.

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So ein schönes Loch und der passende Rahmen für den Hole-in-One-Preis. Was bei all dem Blick aufs Wasser gerne untergeht. Der Wind ist hier ein Faktor und das Grün ist durch die Ondulation sehr knifflig. Gutes Putten ist hier ein weiterer Schlüssel. Wer um den Sieg spielt, muss auf die Fahne gehen. Mutprobe!

18

Das Hole of Fame ist ein sehr würdiges Abschlussloch. Die Bäume der vergangenen Sieger rechts engen das Fairway deutlich ein und erschweren auch den Angriff mit dem zweiten Schlag. Fans haben von den Naturtribünen hinter dem großen Wasserhindernis großartige Sicht auf dieses grandiose Finale.

Porsche Nord Course: In die Weltspitze gebaut

Zum fünften Mal sind die Porsche European Open auf dem Porsche Nord Course in Green Eagle bei Hamburg zu Gast. Der Platz ist ein Star – sein Schöpfer: Michael Blesch, der rund um die Uhr die Weltspitze im Blick hat. Für die Spieler. Und für die Zuschauer.

Michael Blesch strahlt, wenn er an diese erste Woche im Juni denkt, an die Top-Spieler aus aller Welt, die seinen Kurs herausfordern, und an die Zuschauer, die ihnen dabei zusehen werden. Er hat es schon vor Augen. Vom Eingang werden die Besucher in Richtung 18 laufen, am neuen Riesenrad vorbei und dann vom Hügel vor dem 18. Grün die letzte Bahn des Porsche Nord Course entlang blicken. „Das ist gleich einer der schönsten Ausblicke, mit dem See und den Inseln drin“, sagt Blesch, Mitbegründer und Designer von Green Eagle Golf Courses. „Und dieser Blick vom Riesenrad runter, das wird natürlich sensationell.“

Er kann es sich jetzt schon vorstellen, wie die Fans den Platz füllen werden – diesen Platz, den er versucht, nicht nur für die Spieler, sondern auch für das Zuschauererlebnis zu perfektionieren. Es ist eines seiner großen Ziele, wenn er Jahr für Jahr mit dem Bagger die Anlage umgraben lässt. Dort eine Umgestaltung, dort eine Verbesserung. Seit 2017 sind die Porsche European Open bei Blesch und seinem Mitgründer Ralf Lühmann in Winsen/Luhe nahe Hamburg zuhause. Nun steht die fünfte Austragung an und Blesch ist sich sicher, dass die Anlage wieder einen Schritt nach vorne gemacht hat. Er hat nicht wie im vergangenen Jahr einige Löcher neu gestaltet, er hat dafür den Zuschauern eine neue Naturtribüne gebaut. So gibt es nun gleich mehrere sehr gute Spots, um den Profis auf unterschiedlichen Bahnen gleichzeitig im Wettbewerb zuschauen zu dürfen. Und das entspannt mit guter Sicht von einem Hügel aus. Die neue Naturtribüne an der 12 gesellt sich zum optimal gelegenen Halfway-House mit weitem Blick über die 4, 5, 9 und 11 und zur spektakulären Schwester an der 14, von wo aus das Geschehen auf den Bahnen, 13, 14, 15 und 16 zu verfolgen ist. Blesch mag vor allem die Bänke dort. „Eine davon ist meine, einer der besten Plätze“, sagt er lachend, „muss ich mir noch reservieren“.

Von der großen Naturtribüne führt ein Weg bis zum 18. Grün. Immer leicht erhöht, die berühmte 17 mit dem Hole-in-One-Porsche entlang bis zum langen Par 5, dem spektakulären Abschluss unter dem Riesenrad. „Es gibt nichts Schöneres als eine Naturtribüne. Deswegen baue ich die ja so gerne“, sagt Blesch. „Mit den Freunden abhängen im Hang, es sich gut gehen lassen mit Getränken und Essen und dabei Spitzengolf schauen – das gehört ja alles zu einem schönen Golferlebnis dazu. Und je mehr Zuschauer sich versammeln, desto mehr Emotionen kommen hoch. Und je mehr Naturtribünen, desto mehr Zuschauer, die sagen können: ‚Da geh‘ ich hin, da kann man gut Golf schauen.‘“

Wenn er in diesen Tagen wenige Wochen vor dem Turnier über den Porsche Nord Course geht, ist er mehr als zufrieden. Für ihn hat der Platz noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. „Die Grüns sind jetzt schon sensationell“, freut er sich. „Die Tour ist sehr begeistert. Wenn nichts schief geht, werden wir in diesem Jahr einen Platz haben, der zur Top Ten weltweit gehört.“ Er hat derartige Vergleiche gehört, diese Art der Anerkennung ist der Lohn für einen Job, der keinen Feierabend kennt.

Denn Blesch denkt und plant, baggert und gestaltet rund um die Uhr. Neben dem Porsche Nord Course und dem Süd Course soll es bald einen West Course geben, zudem ein Hotel. Für die, die es noch nicht verstanden haben, macht es Blesch noch einmal deutlich klar: „Wir bauen auf große Turniere und höchste Qualität. Wir wollen in die Weltspitze.“

Dazu gehören die Porsche European Open, eine Woche, in der Blesch das gesamte Potenzial seiner Anlage ausschöpfen will. „Bei diesem Turnier schaut die Golfwelt auf uns. Da muss alles passen.“ Denn es gilt sich weiter zu beweisen. Irgendwann soll der Ryder Cup nach Winsen kommen. Noch eine Naturtribüne fehlt ihm für den „perfekten Stadionkurs“, wie er sagt. Ein optimaler Austragungsort des Kontinentalwettbewerbs mit seinen Zehntausenden von Zuschauern pro Tag. „Das wäre ein Traum. Wenn der Ryder Cup in Deutschland ausgetragen werden soll, dürfen sie an uns nicht vorbeikommen. Und wenn das dann irgendwann mein Sohn oder meine Tochter machen, soll es mir auch recht sein.“

Auch hier strahlt Blesch wieder. Es sind die großen Momente, auf die er hinarbeitet. Und die er nicht erwarten kann. Mitte Juni wird wieder alles vorbei sein. „Wenn wieder alles abgebaut ist, das ist kein gutes Gefühl“, sagt er. Dann fügt er hinzu: „Am liebsten wäre es mir, wir hätten zweimal im Jahr Porsche European Open.“

Nicolai und Rasmus Højgaard im Doppel-Interview

Jeder für sich würde wohl als spannendstes Talent des europäischen Golfsports gelten. Zusammen sind sie mit Sicherheit das wohl spektakulärste Brüderpaar auf der Tour. Nicolai und Rasmus Højgaard sind Hoffnungen für die Zukunft und bereits Sieger der Gegenwart.

Drei Siege auf der DP World Tour – mit 20 Jahren. Rasmus Højgaard hält sich nicht lange damit auf, in der Weltklasse anzukommen. Er ist sofort mittendrin. Und auch sein Zwillingsbruder Nicolai wartet nicht in der zweiten Reihe. Sein Sieg bei der Italien Open 2021 war ebenfalls bereits sein Zweiter auf der Tour. Und das auf dem Platz, wo 2023 der Ryder Cup stattfindet. In irrem Tempo machen die Geschwister aus Billund, inzwischen 21, unmissverständlich klar: Team Europe wird 2023 aller Wahrscheinlichkeit nach auf das dänische Doppel zählen können – oder besser: müssen.

Ihr beide wart im Frühjahr nach großen Erfolgen auf der DP World Tour einige Wochen in den USA und habt dort auf der US PGA Tour neue Erfahrungen gesammelt. Mit welchen Erkenntnissen kommt Ihr nun zurück?

Nicolai: Ich habe vorher nie auf der US PGA Tour gespielt und habe es trotz der nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnisse genossen, dort einmal mein Spiel zu testen. Der größte Unterschied zu meinen bisherigen Erfahrungen war das Setup der Kurse. Du wirst dort eben sofort bestraft. Die zwei Turniere, die ich gespielt habe – Honda Classic und Arnold Palmer Invitational – finden auf zwei der schwierigsten Kurse der PGA Tour statt. Ich glaube nun, dass ich ziemlich nah dran bin, um dort mitzuhalten.

Rasmus: Ich habe schon im vergangenen Jahr zwei Turniere auf der US PGA Tour gespielt. Also fühle ich mich jetzt deutlich besser, wenn es um US-Starts geht. Nico hat recht, die Kurse präsentieren sich anders. Das Spiel ist das gleiche, aber es dauert, sich an die neuen Rahmenbedingungen zu gewöhnen. Du hast nicht mehr die bekannten Jungs, die mit dir Proberunden spielen oder mit denen du rumhängst. Du verbringst mehr Zeit im Hotelzimmer und alles wirkt komplett anders. Seit ich jetzt ein paar Turniere gespielt habe und einige Spieler besser kennenlerne, wird es normaler.

Nicolai: Ich freue mich jetzt auf Europa. Ab den Porsche European Open warten großartige Events auf uns – unter anderem kann ich auch in Italien meinen Titel zu verteidigen.

Rasmus: Ja, ich freue mich auch auf die großen Events in Europa. Ich darf dann auch versuchen, meinen Titel in der Schweiz zu verteidigen.

Vielleicht kommt bis dahin ein weiterer Turniersieg dazu. Welche Chancen rechnet Ihr Euch bei den Porsche European Open aus? Was sind Eure Ziele?

Nicolai: Gewinnen. Ich weiß, es ist nie einfach. Aber ich bereite mich immer mit dem Ziel vor, gewinnen zu wollen.

Rasmus: Das geht mir genauso, da gibt es jetzt mehrmals die gleiche Antwort: Gewinnen. Wie Nico sagt: Wir sind da, um uns in die Position zu bringen, in der Finalrunde eine Chance auf den Sieg zu haben. Ich hoffe, dass wir beide bis zum Ende um den Titel kämpfen und den Fans ein Spektakel bieten.

Nicolai: Ich habe das Gefühl, der Porsche Nord Course liegt mir. Es passt zu den Stärken in meinem Spiel.

Rasmus: Nicolai hatte mehr Erfolg 2021, als er zwei Schläge besser war. Also denke ich, ihm liegt der Platz vielleicht mehr.

Nicolai: Aber wir sind nun andere Spieler, anders sogar als im vergangenen Jahr. Wir können beide was reißen, wenn die Form stimmt. Also schauen wir mal, was passiert.

Nicolai Hojgaard

Welche Stärken könnt Ihr auf dem Porsche Nord Course gut gebrauchen?

Nicolai: Es ist ein langer Golfkurs, also müssten wir eigentlich sagen: die Länge. Aber normalerweise sind es gar nicht die Longhitter, die am Ende oben stehen. Um die Par 5 zu nutzen, braucht es präzise Wedges – so kannst du einige Schläge gut machen.

Rasmus: Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt, dass das Eisenspiel der Schlüssel ist. Wenn du Präzision vom Tee mit gutem Eisenspiel kombinierst, hast du eine gute Chance. Es wird kein Birdie-Fest, also ist das Putten nicht so essenziell wie sonst. Wenn du Bogeys vermeidest, hast du eine solide Ausgangsposition.

Was ist das Erste, an das Ihr denkt, wenn es um die Porsche European Open geht?

Rasmus: Die Porsche European Open waren eines der ersten Turniere, die uns als Amateure eine Einladung gegeben haben. Also denke ich an “Chance”. Es hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, Profi zu werden.

Nicolai: Ich habe an dasselbe gedacht wie Ras. Es hat unsere Entscheidung, Profi zu werden, realistischer gemacht. Wir wussten noch nicht, ob wir schon Profis werden sollten. Auf diesem anspruchsvollen Kurs haben wir dann aber gesehen, dass wir das Zeug haben, um mit den Besten mitzuhalten. Seither sind wir sehr dankbar über die damalige Möglichkeit, das zu testen.

Rasmus Hojgaard

Auf was freut Ihr Euch in diesem Jahr in Hamburg?

Nicolai: Wir waren schon ein paar Mal in der Stadt, wir freuen uns sehr darauf. Unsere Eltern haben auch Freunde hier. Die Kultur und die Atmosphäre sind fantastisch, die Menschen sehr gastfreundlich – ein wirklich cooler Ort.

Rasmus: In Hamburg passiert sehr viel. Es fühlt sich jung an, die Stadt vibriert. Aber ich freue mich auch darauf, Porsche zu fahren. Porsche bieten während des Turniers einiges, um die verschiedenen Autos kennenzulernen.

Hamburg ist nicht weit von Zuhause weg. Wird es ein Heimspiel für Euch?

Rasmus: Wir werden vielleicht so viele Fans haben wie die deutschen Spieler, wer weiß? Es ist großartig, ein Event so nah am Zuhause zu haben. Unsere Eltern werden da sein und einige Freunde werden auch rüberkommen.

Nicolai: Ich freue mich sehr auf die große Unterstützung. Und es ist schön, nicht so weit reisen zu müssen.  Wir können das sehr wertschätzen, seit wir so viel reisen zwischen den Turnieren.

Ihr seid trotz fünf Siegen auf der DP World Tour noch sehr jung. Woran müsst und wollt Ihr noch arbeiten?

Rasmus: An viel! Das macht uns ja so viel Freude und gibt uns Mut – dass wir trotz all des Erfolges wissen, dass es noch Bereiche gibt, auf denen wir uns verbessern können. Bei mir ist es das Putten und das kurze Spiel. Ich habe zuletzt ein paar Dinge mit dem Putter geändert, ich hoffe, die gute Entwicklung seither geht weiter.

Nicolai: Im Golf versuchst du immer, besser zu werden. Wir beschäftigen uns viel mit Statistiken, Edoardo Molinari hat eine Statistik-Plattform geschaffen, die Statistic’s golf heißt. Sie zeigt uns, woran wir über einen gewissen Zeitraum arbeiten müssen. Ich arbeite gerade ebenfalls mit Putter und Wedges – während ich beim Rest das Level halte.

 

Nicolai Højgaard

Geburtsdatum: 12.03.2001

Geburtsort: Billund, Dänemark

Pro seit: 2019

Größte Erfolge: 2 Profisiege auf der DP World Tour, Gewinner der Eisenhower Trophy mit Dänemark 2018

Rasmus Højgaard

Geburtsdatum: 12.03.2001

Geburtsort: Billund, Dänemark

Pro seit: 2019

Größte Erfolge: 3 Profisiege auf der DP World Tour, Gewinner der Eisenhower Trophy mit Dänemark 2018

Michael Blesch: Der Mann, der die Weltklasse begeistert

„Es ist mein Garten, ich lebe dafür.“ Das sagt Michael Blesch über den Porsche Nord Course, Austragungsort der Porsche European Open. Wer ist der Mann, der  unweit von Hamburg einen der prestigeträchtigsten Plätze der European Tour kreierte? Die Antwort gibt es im Video.

 

Er gilt als der schwierigste Golfkurs Deutschlands, ist der längste Platz auf der European Tour und gehört zu den zehn längsten der Welt. Der Porsche Nord Course der Green Eagle Golf Courses hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur aufgrund seiner 7.057 Meter Länge eine internationale Fangemeinde erarbeitet.

Der Mann hinter der besonderen Anlage: Michael Blesch. Der Platz-Designer der Green Eagle Golf Courses gründete 1997 gemeinsam mit seinem Partner Ralf Lühmann den Golfclub bei Hamburg. Sie starteten mit dem Südkurs, 2008 kam der Nordkurs dazu, der seit 2018 als Porsche Nord Course für einmaliges und außergewöhnliches Platzdesign zwischen Wacholder und Heidesand steht. Das liegt an der Länge, aber auch an den vielen Wasserhindernissen, die bei 17 Bahnen ins Spiel kommen, an den spektakulären Aussichten über mehrere Löcher hinweg – und einem Gestaltungswillen Bleschs, der die ständige Veränderung zur Konstante erklärte.

Blesch hat über die vergangenen Jahre ausgebaut, optimiert, erweitert und so neben dem Platz auch dessen Ruf geformt. Er hat den unbedingten Willen zu gestalten, zufrieden ist er maximal in diesen Tagen kurz vor einem Turnier, wenn der Pflegezustand perfekt ist und die Sonne scheint. 2021 standen vor allem zwei neugestaltete Par 3 im Fokus.

 

 

An der 5 zog er das Wasser näher ans Grün, ließ wie an vielen Stellen des Platzes eine Naturtribüne aufschütten. Die 14 machte er zu einem besonderen Schmuckstück. Die Bahn wurde um 90 Grad gedreht, rund hundert Meter kürzer und verteidigt sich nun mit einem schmalen Grün, das nach vorne zu einem großen Wasserhindernis abfällt. „Eines der besten Par 3 der Welt“, sagt Blesch. Neben dem Grün verfolgten die Fans wie vielerorts auf dem Kurs das Geschehen von einem Hügel aus, der zudem einen Blick auf die Bahnen, 13, 15 und 16 bot. Auch zwei Bänke stehen dort. „Eine davon ist meine, der beste Platz in diesem Jahr“, sagt er lachend.

Er präsentierte den Profis auch weitere Änderungen, Bonsai-Kiefern, ein Kolosseum an der 18 – eine 40 Jahre alte Kiefer direkt vor dem Grün der 12. Insgesamt hat er 80.000 Tonnen Erde auf dem Kurs verteilt. Die Weltklassegolfer waren begeistert. Von einem „Major-Kurs“ war mehrmals die Rede. Doch Blesch findet immer noch etwas, was er besser machen will. „Bei uns ist nie Stillstand.“ Er liebt es, mit dem gelben Bagger den Wandel zu gestalten und sagt: „Ein Golfplatz ist ja nie fertig.“ Da können die Golfer noch so begeistert sein.

 

Austragungsort der Porsche European Open begeistert Golfer

Michael Blesch ist bereit. Der Gründer und Platz-Designer der Green Eagle Golf Courses steht am 18. Grün und koordiniert die finalen Vorbereitungen vor der vierten Austragung der Porsche European Open (5. – 7. Juni) auf dem Porsche Nord Course – einem Platz, der auf der European Tour seit der Premiere 2017 für Aufregung sorgt. Er gilt als schwierigster Golfkurs Deutschlands, ist längster Platz der European Tour und unter den zehn längsten der Welt zu finden. Das „Green Monster“, wie Rock-Legende Alice Cooper den Kurs einst nannte, hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur aufgrund seiner 7.057 Meter Länge eine internationale Fangemeinde erarbeitet.

„Es ist ein Zeichen für einen tollen Golfkurs, wenn man sich gut an einzelne Bahnen erinnern kann. Hier ist es sogar ziemlich leicht. Das ist ein großes Kompliment“, sagt beispielsweise Titelverteidiger Paul Casey über den Porsche Nord Course. Michael Blesch freut sich über die Komplimente, die von allen Seiten auf ihn einprasseln. Es ist der Lohn für die unermüdliche Arbeit an diesem riesigen Areal Heideland in Winsen/Luhe vor den Toren Hamburgs.

1997 gründete er gemeinsam mit seinem Partner Ralf Lühmann Green Eagle Golf Courses. Sie starteten mit dem Südkurs, 2008 kam der Nordkurs dazu, der seit 2018 als Porsche Nord Course für einmaliges und außergewöhnliches Platzdesign zwischen Wacholder und Heidesand steht. Das liegt an der Länge, es liegt aber auch an den vielen Wasserhindernissen, die bei 17 Bahnen ins Spiel kommen, an den spektakulären Aussichten über mehrere Löcher hinweg – und einem Gestaltungswillen Bleschs, der die ständige Veränderung zur Konstante erklärte.



Blesch hat über die vergangenen Jahre ausgebaut, optimiert, erweitert und so neben dem Platz auch dessen Ruf geformt. Er hat den unbedingten Willen, zu gestalten, zufrieden ist er maximal in diesen Tagen kurz vor dem Turnier, wenn der Pflegezustand perfekt ist und die Sonne scheint. „In diesem Jahr sind die 5 und die 14 sehr spannende Löcher für mich“, sagt Blesch über die zwei neugestalteten Par 3. 

An der 5 zog er das Wasser näher ans Grün, ließ wie an vielen Stellen des Platzes eine Naturtribüne aufschütten. Die 14 machte er zu einem besonderen Schmuckstück. Die Bahn wurde um 90 Grad gedreht, rund hundert Meter kürzer und verteidigt sich nun mit einem schmalen Grün, das nach vorne zu einem großen Wasserhindernis abfällt. „Eines der besten Par 3 der Welt“, sagt Blesch. Neben dem Grün sollen die Fans wie vielerorts auf dem Kurs das Geschehen von einem Hügel verfolgen können, der zudem einen Blick auf die Bahnen, 13, 15 und 16 bietet. Auch zwei Bänke stehen dort. „Eine davon ist meine, der beste Platz in diesem Jahr“, sagt er lachend, „muss ich noch reservieren“. 

Er hat den Profis wieder einige Änderungen präsentiert, Bonsai-Kiefern, ein Kolosseum an der 18 – eine 40 Jahre alte Kiefer direkt vor dem Grün der 12. Insgesamt hat er 80.000 Tonnen Erde auf dem Kurs verteilt. Blesch ist gespannt, was die Weltklassegolfer sagen. „Der Porsche Nord Course ist besser in Schuss denn je“, sagt Blesch. Doch selbst, wenn sie keinerlei Kritik äußern würden, würde er immer weiter machen. Er liebt es, mit dem gelben Bagger den Wandel zu gestalten und sagt: „Ein Golfplatz ist ja nie fertig.“ Da können die Golfer noch so begeistert sein.

„Green Monster“: Paul Casey stellt den Porsche Nord Course vor

Paul Casey ist der Golfer, der die Herausforderung Porsche Nord Course in der Geschichte der Porsche European Open über vier Tage bislang am eindrücklichsten gemeistert hat. Bei seinem Sieg 2019 kam er auf ein Gesamtergebnis von 14 unter Par – Rekordergebnis. Ein guter Grund, den Titelverteidiger zu fragen, worauf es beim „Green Monster“ bei der sechsten Austragung des prestigeträchtigen Turniers vom 5. bis 7. Juni 2021 ankommt.

Der Porsche Nord Course – vorgestellt von Paul Casey:

MacIntyre, Schwab & Co: Top-Golfer in Hamburg

  • Schottlands Shooting-Star Robert MacIntyre und Österreicher Matthias Schwab auf dem Porsche Nord Course am Start
  • Andrew „Beef“ Johnston, Andy Sullivan und Eddie Pepperell verstärken die Gruppe englischer Golfer rund um Titelverteidiger Paul Casey
  • Großes deutsches Aufgebot und ein gutes Dutzend europäischer Ryder-Cup-Spieler nehmen die Herausforderung Porsche Nord Course an

Starke Konkurrenz für die Top-Stars der Porsche European Open: Zwei Wochen vor der sechsten Austragung des prestigeträchtigen Turniers auf der European Tour formiert sich ein hochklassiges Spielerfeld. Die Top-Favoriten um Titelverteidiger Paul Casey, die Major-Sieger Martin Kaymer und Henrik Stenson sowie PGA-Tour-Star Abraham Ancer sehen sich bei der Rückkehr der Weltklasse nach Deutschland vom 3. bis 6. Juni 2021 namhaften Herausforderern gegenüber.

Robert MacIntyre, 2019 bei der bislang letzten Austragung Zweiter hinter Casey, hat sich seither in der Weltklasse etabliert und überzeugte zuletzt als Zwölfter beim Masters in Augusta. “Ich habe tolle Erinnerungen an meinen ersten Start auf dem Porsche Nord Course vor zwei Jahren. Der zweite Platz hinter Paul Casey war damals ein großer Schritt in Richtung Rookie of the Year Titel auf der European Tour. Ich kehre mit vielen positiven Gefühlen nach Hamburg zurück und hoffe, dieses Mal noch einen Schritt besser zu sein”, so der 24-Jährige.

Matthias Schwab

Neben dem schottischen Linkshänder will in Matthias Schwab ein weiterer Zweitplatzierter von vor zwei Jahren seine Chance diesmal nutzen. Der 26-Jährige war bei seinen zwei Starts in Hamburg jeweils in den Top Ten gelandet. Ein namhaftes Trio reist aus England in den Norden Deutschlands. Andy Sullivan, Eddie Pepperell und Andrew „Beef“ Johnston gehören seit Jahren zur Elite auf der European Tour und bringen es auf gemeinsam sieben Tour-Siege.

Eddie Pepperell @Getty Images

Ein gutes Dutzend Ryder-Cup-Spieler und viele Deutsche Stars im Feld

Insgesamt stehen auf der Startliste einige frühere Ryder-Cup-Spieler, darunter neben Casey, Stenson, Kaymer und Sullivan unter anderem auch Jamie Donaldson, Victor Dubuisson, Peter Hanson, Eduardo Molinari und Ross Fisher. Zudem sind in Alexander Lévy, Jordan Smith und Richard McEvoy drei ehemalige Titelträger der Porsche European Open am Start. Aus deutscher Sicht gehören zum jetzigen Zeitpunkt Maximilian Kieffer, Nicolai von Dellingshausen, Sebastian Heisele, der mehrfache European-Tour-Sieger Marcel Siem sowie Marcel Schneider, Moritz Lampert und Lokalmatador Benedict Staben zum hochklassigen Spielerfeld.

Multimediale Berichterstattung

Um den Zuschauern zuhause ein umfassendes TV-Erlebnis zu bieten, sind die Porsche European Open live an allen vier Turniertagen (Donnerstag und Freitag jeweils von 13 bis 18 Uhr, Samstag von 13.30 bis 18 Uhr und Sonntag von 13 bis 17.30 Uhr) auf dem Pay-TV-Sender Sky Sport sowie frei zugänglich als Livestream auf skysport.de und der Streaming-Plattform GOLFTV zu verfolgen. Eurosport sendet zudem täglich eine einstündige Zusammenfassung des Turniers am Morgen des Folgetags. Der frei empfangbare TV-Sender Sky Sport News HD wird bereits ab Mittwoch vor Ort täglich nachrichtlich vom Porsche Nord Course mit Interviews der deutschen Spieler und der internationalen Topstars berichten. Auf der Turnier-Website entsteht ein Info-Hub mit einem multimedialen Angebot wie einem kostenlosen Livestream und einem Live-Scoring. Darüber hinaus werden Fans auf Social Media unter anderem die Möglichkeit haben, den Spitzenreitern des Turniers Fragen zu stellen.